Sakramente

THEOLOGEN SAGEN, JESUS CHRISTUS SEI IN SEINEM WORT, SEINEN HANDLUNGEN UND SEINER PERSON DAS UR-SAKRAMENT DER MENSCHENLIEBE GOTTES. MEHR

Firmung

Firmung in St. Marien

St. Marien. Am Freitag, 16. April, findet in der St. Amandus– und in der St. Michael-Kirche die „Nacht der Entscheidung“ statt, in der die Firmlinge aufgefordert sind, ihre eigene Entscheidung zu treffen, dass sie gefirmt werden möchten.

 

In der darauffolgenden Woche, am Donnerstag, 22. April, um 18 Uhr sowie am Samstag, 24. April, um 15 und 18 Uhr finden in unserer Pfarrkirche St. Martin in Wankum die aus dem Januar verschobenen Firmfeiern in St. Marien statt (immer vorausgesetzt es gibt keine neuerliche Verschärfung der Corona-Rege-lungen). Am Donnerstag spendet Weihbischof Rolf Lohmann und am Samstag Prälat Abt Albert Dölken, gleichzeitig  Pfarrer von St. Johann in Duisburg-Hamborn, den Jugendlichen aus unserer Gemeinde das Sakrament der Firmung.

 

Wir gehen davon aus, dass die Abstands– und Hygieneregelungen für das Feiern von Gottesdiensten auch Ende April noch Gültigkeit haben, deshalb ist die maximale Anzahl der Gottesdienstteilnehmer in der St. Martin-Kirche weiterhin eng begrenzt. Jeder Firmand hat daher die Möglichkeiten neben seinem Firmpaten / seiner Firmpatin noch zwei weitere Personen (z.B. die Eltern) als Begleiter mitzubringen. Wir bitten um Verständnis dafür, dass darüber hinaus eine Teilnahme an den Gottesdiensten leider nicht möglich ist.

 

Die Verteilung auf die drei Firmfeiern erfolgt wie im Januar bereits erprobt über das Ticketbuchungssystem Jesaja.org. Alle Teilnehmenden des Firmkurses haben die genauen Informationen dazu erhalten.

 

Das Sakrament der Firmung

Die Firmspendung will die Taufe vollenden und besiegeln, sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Einführungssakramenten (Initiation). Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Durch das Sakrament der Firmung (lat.: = confirmatio; griech.: = myron) werden die Getauften vollkommener (als durch die Taufe) mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen."

Die Spendung der Firmung geschieht, wie das Neue Testament berichtet, durch Handauflegung, wobei der Bischof spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Aus dem Osten kam der Gebrauch des Öles hinzu, die Salbung mit dem Chrisam.

Spender der Firmung ist der Bischof, der auch einen Priester beauftragen kann.

Der Firmling wird durch einen Paten vorgestellt, der selbst gefirmt sein muss. Eltern können aber auch selber ihre Kinder zur Firmung führen.

Wann der richtige Zeitpunkt für den Empfang der Firmung ist, wird heute viel diskutiert. Im 13. Jahrhundert wurde die Firmung, die bis dahin gleich nach der Taufe gespendet wurde, auf das siebte Lebensjahr verschoben.

Die Praxis in Deutschland zielt heute auf einen Zeitpunkt gegen Ende des Pflichtschulbesuches als Entlassung ins tätige Leben. Seelsorger beklagen, dass die Firmung immer mehr zu einem Anlass wird, bei dem Jugendliche die Kirche zum letzten Mal von innen sehen, ähnlich der Konfirmation im evangelischen Bereich.


Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts,Gerhard (Hrsg.), Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996.