Gemeindeleben

Blitzableiter auf St. Michael

Es sieht atemberaubend aus, wenn Blitzleiter an Kirchtürmen angebracht werden. Hier kann man es am Turm von St. Michael verfolgen. Der erste Versuch musste wegen zu viel Wind in der Höhe abgebrochen werden. Am nächsten Tag klappte es dann. Nun sind wir auch bei Gewitter in St. Michael gut geschützt.

 

Margret Herzog

JLK – Deep Talk Walks — Jugendarbeit in „Corona-Zeiten“

Wachtendonk / Wankum. Seit der Nacht der offenen Kirchen am 30. Oktober 2020 bis voraussichtlich  nach Ostern waren und sind aufgrund der geltenden Corona-Regeln keine JLK-Proben und keine Präsenzaktivitäten im Rahmen des Firmkurses #lebeninfuelle oder anderer JLK-Angebote möglich. Statt unseres geplanten Gala-Dinners vor Weihnachten, konnten wir uns nur virtuell zu einer Weihnachtsfeier über Zoom treffen.

 Mir war es sehr wichtig, den Kontakt zu den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im JLK trotz des Lockdowns nicht abreißen zu lassen und daher habe ich mir Gedanken dazu gemacht, welche Kontaktformate im Einklang mit den Corona-Regeln noch möglich waren. Als Parallele zum Sport, in dem der Trainer in „Krisenzeiten“ schon mal Einzelgespräche mit seinen Spielern führt, ist die Idee sogenannter „Deep Talk Walks“ entstanden, die ich ab dem 4. Januar umgesetzt habe: Spaziergänge von jeweils rund 60, manchmal auch 90 Minuten mit jeweils einem JLK’ler oder einer JLK‘lerin, spontan, immer draußen, immer mit Abstand, ungefähr zweimal pro Woche, bei jedem Wetter, in Wachtendonk oder Wankum. Während dieser Spaziergänge haben wir Gespräche geführt, die bewusst über den üblichen Small Talk hinausgehen sollten, zum Teil frei, von „Hölzchen auf Stöckchen“ und wenn uns mal die Themen ausgingen, konnten wir aus einer Liste von 323 Fragen neue Deep Talk-Impulse schöpfen. So habe ich in der Gemeinde, in der ich den größten Teil meines Lebens verbracht habe, unbekannte Ecken entdeckt und neue Wege gefunden. Wir haben über einsame Inseln gesprochen, Reichtum, Intelligenz und Attraktivität, die Beichte, den Tod, über Gottesbilder, über den schön-sten Tag in unserem Leben, und darüber, welches Thema uns im Moment am meisten beschäftigt. Wir haben über beeindruckende Konzerte und nostalgisch machende Songs gesprochen, über Freundschaften und Cybermobbing, über große Brüste und zugenommene Corona-Kilos, über Monster, über Stärken, über Musikinstrumente, über Podcasts von Theologie-Studenten, über Zeichen durch Buchstaben und Namen, über Bucket-Listen und vieles mehr, vor allem aber konnten wir einander deutlich machen, wieviel ehrliches Interesse am Anderen und gegenseitiges Vertrauen, wieviel Zuneigung und Respekt wir einander – auch in Corona-Zeiten – entgegenbringen können.

Für mich war jeder einzelne dieser Abende ein Geschenk, ein Höhepunkt des Tages. Ich bin dankbar für mehr als 80 km zu Fuß, mehr als 15 Stunden zu zweit, in denen ich wunderbare Menschen besser kennenlernen durfte, und insgesamt 15 für mich unglaublich wertvolle Gespräche (alles Stand 04.03. – wird aber fortgesetzt).

 

Klaus Minten

JLK

#lebeninfuelle — Firmkurs in St. Marien

St. Marien. Der seit August vergangenen Jahres in unserer Gemeinde laufende Firmkurs #lebeninfuelle hat nach einer längeren Lockdown-Pause wieder Fahrt aufgenommen und geht nun in die letzte Etappe.

Der JLK hat unterstützt von Pastor Roy und Pastor Stücker am 26. und 28. Februar zwei digitale Spätschichten unter der Überschrift „Holy Spirit, you are welcome here“ für die Teilnehmenden des Firmkurses angeboten. An den beiden Abenden zusammen haben mehr als 70 Jugendliche, darunter sogar ein Gast aus der früheren Gemeinde von Pastor Stücker, sich für rund 90 Minuten vor ihrem Laptop oder Tablet versammelt und sich gemeinsam Gedanken über das Pfingstereignis und die Firmung gemacht. Anhand verschiedener Videos haben wir gemeinsame Grundlagen gelegt, um dann in einer Gruppenarbeit ein Werbeplakat für unseren Glauben zu erstellen. Einige Beispiele dazu rahmen diesen Artikel ein. Wir haben die sieben Gaben des heiligen Geistes kennengelernt und uns damit befasst, welche Stärken und Talente jeder einzelne von uns in die Gemeinschaft zum Wohle aller einbringen kann. Über das Handy konnte jeder seinen Beitrag absenden und so für alle Teilnehmenden sichtbar machen. In einem kurzen Online-Quiz wurden dann noch - nicht ganz ernsthaft - abgefragt, ob tatsächlich alle aufmerksam dabei waren, bevor uns Pastor Roy am Freitag und Pastor Stücker am Sonntag nach dem gemeinsamen Vater Unser den Abschluss-Segen erteilt haben.Auch wenn gerade die Jugendlichen im Zeiten des Homeschoolings mit digitalen Angeboten sicher nicht unterversorgt sind und ein persönliches Treffen  noch schöner gewesen wäre, so war es doch unter den gegebenen Umständen mindestens die zweitbeste Alternative, um im Firmkurs endlich wieder zusammenkommen zu können.

Für den JLK - Klaus Minten

Schließung des Pfarrbüros in Wankum

Wankum. Wie insbesondere die Wankumer sicherlich schon gemerkt haben, ist das Pfarrbüro in Wankum geschlossen. Nach dem Umzug aus dem ehemaligen Pfarrhaus in das Pfarrheim standen dem Pfarrbüro nur eingeschränkt Möglichkeiten zur Verfügung. Bedingt durch einen Einbruch wurde auch schnell klar, dass in den Räumlichkeiten des Pfarrheims keine ausreichende Sicherheit besteht. Außerdem wäre die Einrichtung einer funktionstüchtigen Computeranlage erforderlich gewesen, die recht teuer geworden wäre. Da auch die Frequentierung während der Öffnungszeiten in den letzten Jahren äußerst gering war, hat der Kirchenvorstand sich dazu entschlossen, in Wankum kein Pfarrbüro mehr einzurichten. Im Wachtendonker Pfarrbüro stehen Anja Maesmanns und Angelika Straeten auch den Wankumern natürlich gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Für den Kirchenvorstand: Peter Luyven

31.01.2021 Auf Wiedersehen…

St. Marien. Durch Corona war alles anders als geplant. So predigte Pater Joseph am letzten Januar-Wochenende in allen Messen in Wachtendonk, Wankum und Herongen und verabschiedete sich von St. Marien verbunden mit einem liebevollen Dankeschön. Viele Menschen sowie die beiden kfd’s verabschiedeten sich von ihrem Präses ebenso wie Vertreter von Kirchenvorstand und Pfarreirat, sowie Pastor Roy, Pastor Stücker und Pfarrerin Stürmlinger. Pfarrerin Stürmlinger und Pater Joseph haben in den fast 10 Jahren viele ökumenische Schulgottesdienste miteinander gefeiert. So ließ sie es sich nicht nehmen, ihm für die vertrauensvolle Zeit zu danken.(Ihre Ansprache können Sie im folgenden Abschnitt lesen.Die Red.) Die Regenbogenstola aus Mariendonk, das Geschenk der Kirchengemeinde, wird Pater Joseph begleiten und an seine Zeit in St. Marien erinnern.

Margret Herzog

 

Lieber Pater Joseph!

Viele Jahre bist Du in St. Marien … aber das ist nicht der Grund, warum ich es für mich so schwer vorstellbar ist, St. Marien und unsere ökumenische Zusammenarbeit ohne Dich zu  denken.

DU bist kein Mensch, der sich in den Vordergrund spielt. Du bist bescheiden, fast zurückhaltend. Nie würdest Du so tun, als seist Du unersetzlich und als könnte irgendetwas ohne Dich nicht stattfinden.

Du bist da, wo Du gebraucht wirst. Und die Aufgabe, die Du übernimmst, übernimmst Du mit großer Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

Es ist Dir kein Stück egal, wie die Dinge laufen. Du bist sorgsam vorbereitet. Du kümmerst dich um die Absprachen. Wer macht was. Worum soll es gehen.

Und dabei spürt man: Das Thema ist Dir wichtig. Die Menschen, mit denen wir zu tun bekommen, sind Dir wichtig. Und ich – als dein Gegenüber – auch.

Du begegnest Menschen in einer besonderen Art und Weise.  Als ob es für dich nichts Schöneres gäbe, als genau  jetzt an diesem Ort mit genau mit diesem oder jenem Menschen zusammen zu sein.

In der Begegnung mit Dir fühle ich mich ein bisschen königlich. Ich glaube, dass es anderen auch so gegangen ist.

Das ist ein wunderbares Gefühl. Wertschätzung liegt darin und eine große Freundlichkeit. Man fühlt sich gesehen. Du hast damit der Kirchengemeinde St. Marien ein großes Geschenk gemacht. Es gibt der Kirchengemeinde und der Zusammenarbeit mit Dir Glanz.

Evangelium wird spürbar. Mehr als einmal habe ich gedacht: Das lässt sich mit Worten nicht erreichen. Es ist Deine Haltung, es ist Deine Art zu Sein, die etwas von dem Glanz Gottes auf die Menschen fallen lässt, die mit Dir zu tun haben.
Du hast uns als indischer Priester die Muttersprache der Liebe und Achtsamkeit gelehrt.

Und weil das so ist - lieber Josef – deshalb wirst Du uns fehlen und deshalb ist mir so schwer vorstellbar, St. Marien und unsere ökumenische Zusammenarbeit ohne Dich zu denken.

Deine neue Gemeinde in Schöppingen-Eggerode  darf sich  freuen.
Denn das ist es, was Menschen in diesen Zeiten ganz besonders brauchen: Etwas vom Glanz Gottes zu spüren. Du wirst ihn auch dorthin tragen, weil Du ihn in Dir trägst.

Vielen Dank, dass Du ihn uns geschenkt hast. Alles Gute und Gottes Segen für das, was nun auf Dich wartet.

Ulrike Stürmlinger

31.01. 2021 Pater Joseph verlässt St. Marien - und geht nach Schöppingen

St. Marien. Viele traf die Nachricht unvorbereitet. Der allseits beliebte Pater Matthew Joseph Pazhoor verlässt St. Marien Ende Januar 2021. Der Priester der Weltkirche geht im Februar nach Schöppingen im Kreis Borken (Münsterland). Dort findet bereits am 7. Februar der Einführungsgottesdienst an St. Brictius statt – so ist es jedenfalls geplant und falls dies zu dem Zeitpunkt möglich sein kann. Nach fast zehn Jahren wird der 46jährige Wachtendonk, Wankum und Herongen verlassen – mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Es war eine sehr schöne und interessante Zeit hier an St. Marien – meine erste Stelle hier in Deutschland. Aber auf die neue Aufgabe in Schöppingen mit neuen Kontakten und Impulsen freue ich mich schon sehr“, so Pater Joseph.

Natürlich ist Pater Joseph auch schon mal „gucken gefahren“, wo er in den nächsten Jahren tätig sein wird. „St. Brictius hat auch drei Gemeindeteile, ist aber kleiner als St. Marien. Eine schöne Gegend zwischen Ahaus und Steinfurt“, so Pater Joseph: „Bekannt ist Schöppingen durch den Wallfahrtsort Eggerode. Im dortigen Pfarrhaus werde ich auch wohnen.“

Er stammt aus dem indischen Bundesstaat Kerala und gehört dem indischen Karmeliter-Orden von 1831 an. Das Kloster der Karmeliter befindet sich in Zentralindien. Von dort kam er vor ziemlich genau zehn Jahren nach Deutschland. Ende 2010 zunächst für 4 Wochen nach München, wo Mitbrüder von ihm damals arbeiteten. Dort sah er auch den ersten Schnee. Anfang 2011 ging es dann für 6 Monate an eine Sprachschule nach Dingden. Dort hat er in sehr kurzer Zeit die deutsche Sprache erlernt. Schließlich führte ihn Gott im Sommer 2011 in unsere Pfarrgemeinde St. Marien. „Mit meinem Klosteroberen hatte ich 2009 besprochen, dass ich gerne „als Priester der Weltkirche“ nach Europa gehen würde“, erinnert sich Pater Joseph. Aber dann habe es noch fast ein Jahr gedauert, bis Deutschland als Zielland feststand und er endlich abreisen konnte.

Und mit Wachtendonk/Wankum/Herongen habe er es sehr gut getroffen. „Mir hat die Seelsorge für die Menschen von Anfang an sehr viel Spaß gemacht.“ Außerdem habe er sehr viel Hilfe erfahren – nicht nur von Seiten des Seelsorgeteams, sondern auch aus der Gemeinde. So habe der leider schon verstorbene Hans Bons ihm weiterhin Deutschunterricht gegeben. „Seine Hilfe und die tägliche Praxis waren sehr wertvoll für mich“, ist Pater Joseph auch heute noch dankbar.

Da er auch schon im indischen Kloster als Missionslehrer gearbeitet habe, sei für ihn unter anderem die Kommunionkinder und die Kontaktstunden der letzten sechs Jahre sehr ans Herz gewachsen. Die Vorbereitung für die Erstkommunion der Kinder mit Bruno Bloemen, Werner Jörgens und später mit Frank Ingendae war immer eine schöne Erfahrung. Auch auf die regelmäßigen Grundschulbesuche und -gottesdienste in Herongen, Wankum und Wachtendonk habe er sich immer gefreut. Als Präses der kfd Wankum und Herongen war er auch eng mit den katholischen Frauen verbunden. „Leider sind diese direkten Kontakte durch gemeinsame Feiern oder Geburtstagsbesuche der älteren Mitglieder unserer Pfarrgemeinde in den letzten 12 Monaten aus bekannten Gründen sehr stark zurückgegangen.“ Aber über die letzten zehn Jahre betrachtet, resümiert Pater Joseph überaus positiv: „Ich bin sehr dankbar für die Gottesdienste, Feste, Begegnungen und Gespräche, die ich in unserer Pfarrgemeinde erleben und feiern durfte.“ 

Auch sein Heimaturlaub in Indien, der normalerweise jedes Jahr im Januar stattfindet, fiel in 2021 Corona zum Opfer. Das sei sehr schade, aber nicht zu ändern, so Pater Joseph. Er hofft wie alle Menschen, dass es im laufenden und nächsten Jahr wieder besser werde: „Dann kann ich in 12 Monaten auch wieder zu meiner Familie reisen!“

Bis dahin wünschen wir Pater Joseph alles Gute und Gottes Segen in seiner neuen Gemeinde. Und wir danken ihm für alles, was er hier in St. Marien Gutes getan hat. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“!

Christoph Müllers

Ein Rückblick auf fast 10 Jahre in Sankt Marien

Pater Joseph ist ein Super-Kollege. Was ich in all den Jahren der Zusammenarbeit so schätzen gelernt habe, ist seine Bescheidenheit. Davon kann ich mir noch eine dicke Scheibe abschneiden. Auch seine Pünktlichkeit bewundere ich. So konnte man vor den Gottesdiensten dies und das noch in Ruhe klären.

Auf Pater Joseph ist Verlass. Ich erinnere mich noch gut an eine Begebenheit in Wind und Wetter. Im Aussenbezirk war eine Krankensalbung gemeldet. Pater Joseph stand in strömendem Regen schon nach wenigen Minuten abholbereit im Dunkeln auf der Straße. Und klatschnass konnten wir losfahren, um das Sakrament zu spenden. Das ging bei ihm von gleich auf jetzt; immer bereit, unter welchen Umständen auch immer. Jedes Jahr feiert er am 19. März, dem Fest des heiligen Joseph, seinen Namenstag. Dann lud er uns alle ein, und es gab Essen und Trinken aus seiner Heimat Indien. Ein kulinarischer Hochgenuss.

Ich danke ganz persönlich Pater Joseph für seinen Dienst und die 9jährige gute Zusammenarbeit und wünsche ihm in Schöppingen und Eggerode.

Diakon Bruno Bloemen

 

DANKE Pater Joseph

In unserer Jahreshauptversammlung vom 26. Februar 2015 im Pfarrheim in Wankum wurde Pater Joseph als Nachfolger von Pfarrer Werner Jörgens zum Präses unserer Katholischen Frauengemeinschaft von St. Martin Wankum gewählt.

Wir danken Pater Joseph für 6 Jahre gute Zusammenarbeit und seelsorgerischem Beistand. Er hatte stets ein offenes Ohr für unser Leitungsteam sowie auch für alle Mitglieder. Unser jährliches Herbstfest im Saal Draack-Beckers besuchte er gerne und erfreute sich an den Sketchen und Vorführungen unserer Theatergruppe auf der großen Theaterbühne.

Wir wünschen Pater Joseph für die Zukunft alles Gute in seiner neuen Pfarrei St. Brictius in Schöppingen und Eggerode, vor allem Gesundheit und Gottes Segen.

Für das Leitungsteam – kfd St. Martin-Wankum

Angelika Straeten

 

Von Indien nach St. Marien

Da stand er im Juli 2011 mit Pastor Lamers im Hof des St. Josef-Stiftes in Wachtendonk mitten bei einem Fest. Wir beide liefen den beiden über den Weg und so setzten wir drei dann ohne Pastor Lamers gemeinsam den Rundgang fort. Fasziniert waren wir darüber, wie intensiv sich Pater Joseph mit dem Konzept des Hauses auseinandersetzte. Unkompliziert offen sein für dieses andere religiöse Leben in Deutschland, sich auf Ökumene einlassen, aber auch immer tief seiner Heimat verbunden, so haben wir ihn erlebt. Über eine Messe mit Pastor Olding haben wir hinterher lange gesprochen und die verschiedenen Blickwinkel diskutiert, ebenso die Messe im syromalabarischen Ritus in St. Martin miteinander gefeiert und uns ausgetauscht (siehe Foto unten).
Es standen natürlich nicht immer nur religiöse Themen auf dem Programm. Egal welche Themen anstanden, es gab viel zu lernen für uns alle. Schon bald gab es einen kleinen Kreis, der sich regelmäßig mit ihm im Weinstübchen zu einem Stammtisch traf und der auch mal die guten Kochkünste von Pater Joseph geniessen durfte. Auch diese Abende werden uns fehlen.
Von Herzen alles Gute und Gottes reichen Segen. Eggerode darf sich freuen.
Margret und Wolfgang Herzog

 

Mit Bedauern haben wir gelesen, dass Pater Joseph unsere Kirchengemeinde St. Marien verlässt.  Somit müssen wir uns auch als kfd von unserem Präses verabschieden.

Wir danken Pater Joseph für sieben Jahre, die er unser Präses war. Er ist ein stiller, hilfsbereiter Mensch. Bewundert haben wir an ihm sein Aushaltevermögen.

Jeweils nach unserer Messfeier fand die vierteljährliche Helferinnenrunde statt. Pater Joseph nahm als Präses immer teil. Manchmal wurde sehr lange in dieser Runde über Kleinigkeiten diskutiert. Pater Joseph hörte beharrlich bis zum Ende zu, egal wie spät es war.

Wir, die kfd St. Amandus Herongen wünschen ihm für die Zukunft, in seinem neuen Wirkungskreis in der Kirchengemeinde St. Brictius, Schöppingen, alles Gute und Gottes Segen. Wir sagen danke schön.

kfd Herongen

 

Mit Pater Joseph konnte ich über alles reden und immer sicher sein, dass seine Gedanken von Vernunft und guter Beurteilung der Dinge geleitet sind.

Somit sehe ich dankbar auf eine verlässliche und respektvolle Zusammenarbeit zurück, in der die gute Verkündigung des Glaubens im Vordergrund stand. Die neue Gemeinde kann sich auf ihn freuen.

Frank Ingendae

 

In den Sonntagsmessen am 30. und 31. Januar wird Pater Joseph ein letztes Mal in allen Gemeindeteilen predigen und sich von uns verabschieden. Wir hoffen sehr, dass unsere Planungen durch die Pandemie nicht kurzfristig wieder geändert werden müssen. Wir danken ihm von Herzen für die tolle Zusammenarbeit.  Pfarreirat St. Marien

30.10.2020 Ökumenische Nacht der offenen Kirchen

Leben braucht…


St. Martin. Leben braucht ein Gegenüber. Passender kann ein ökumenisches Angebot in der Kirche derzeit kaum betitelt werden. Denn am Wochenende vor dem Beginn des zweiten Lockdowns in Zeiten der Corona-Pandemie, welche alle Menschen in irgendeiner Form betroffen macht und bewegt, lud man in St. Martin Gläubige ein, sich auf dieses Thema einzulassen. 
Im Rahmen der Ökumene luden die evangelische und die katholische Kirchengemeinde die Menschen in Wachtendonk, Wankum und Herongen zu einer ökumenischen Nacht der offenen Kirchen ein, um diese außerhalb des Rituals ihrer Gottesdienste auf vielfältige Weise einmal anders zu erleben. Die „Ökumenische Nacht der offenen Kirchen“ war bereits im März dieses Jahres geplant. Doch just im März breitete sich die Corona-Pandemie auch in unserem Land und in unserer Region aus. Um die Ausbreitung eines bisher völlig unbekannten Virus möglichst einzudämmen, wurde ein Lockdown erlassen. Das Leben eines jeden einzelnen wurde stark eingeschränkt. Das pulsierende Leben des Landes wurde bis zum Stillstand heruntergefahren. Neben Firmen, Schulen, Kitas, Gaststätten, Kultureinrichtungen u.v.m. wurden auch Kirchen geschlossen. Auch die Nacht der Kirchen, in deren Ablauf und Ausgestaltung bereits viel Arbeit investiert wurde, fiel diesem Virus zum Opfer. Nach dem erfreulichen Sinken der Infektionsraten im Sommer wagte man einen neuen Versuch, die Gläubigen erneut zur Nacht der Kirchen einzuladen.
Alle Angebote am Abend des 30.Okober hatten ein gemeinsames Thema: „Leben braucht...“.
Johannes Schriefers

 

Leben braucht Mut!

 

Mut bedeutet für mich....

 

Für Nacht der offenen Kirchen für die Kinder stand„Leben braucht Mut“ als Motto im Mittelpunkt. DasAngstmonster welches sich in der Kirche verstecktwar Anlass zu fragen: Was macht Dir Mut? Und wasist nur Leichtsinn. Neben dem Lied „Du Gott stärkstmich“ gab es „Mutproben“ in Interaktionen. Auf derNiersbrücke brauchte es den Mut der Gemeinschaft.Zum Abschluss gab es in der   Jona—Kirche dieGeschichte von der mutigen Maus ́, die einen Löwenals Freund gewinnen konnte. Ein guter Gedanke: Woist der Freund Löwe in Dir?.....Leben braucht Mut!

Frank Ingendae

 

Leben braucht …..

 

Es gibt Tage da fühlt sich das Leben schwer an.
Und es gibt andere, da ist es federleicht.

Leben braucht …….. manchmal nicht viel.

Da ist ein Lied, eine Geschichte, ein Sketch und die Welt sieht freundlicher aus.

Alltagslichtblicke an grauen Tagen!

So ein Tag war der 30. Oktober 2020, die Nacht der offenen Kirchen, in St. Amandus Herongen, mit Pfarrer Christian Werner und seiner Gitarre.

Singen (innerlich) schmunzeln und lachen.
Ein kleines, hoffnungsfrohes Stündchen mit Mutmachtexten für Alltagslichtblicke.

Danke dafür!

Leben braucht… manchmal einen Pfarrer mit Gitarre.

Brigitte Glaubitz

 

Leben braucht ...Mitmenschen

 

Am 30. Oktober traf sich um 20.30 Uhr eine Gruppe von Interessenten in der Michael-Kirche zur Nacht der offenen Kirche.
Der Jugendliturgiekreis eröffnete den Abend mit dem Lied „Seek peace (Suche Frieden)“. Rosi Ludewig begrüßte die Anwesenden im Namen der Gruppe MitMenschen und des JLK.
Die Jugendlichen hatten sich Gedanken gemacht, was sie zum Leben brauchen. Folgende Stichworte wurden gesammelt:  Familie und Freunde, Gesundheit, Musik, Liebe und Gemeinschaft, Mitgefühl für Andere, W-Lan, Geschwister ....
Bei dem Lied „Dass Wunder in der Welt geschehn“ konnten wir darüber nachdenken:

Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung von Videos und Tondokumenten, die Klaus Minten mit einigen Asylsuchenden aufgezeichnet hatte. 
Die Familie von Francis aus Sri Lanka machte den Anfang. Es sprachen junge Männer aus Afghanistan, dem Irak , Iran und aus Syrien, Menschen aus der Türkei und Afrika u.a.. Sie alle suchen Freiheit, Sicherheit und Mitmenschlichkeit in Wachtendonk. Können wir ihnen diese Wünsche erfüllen?
Das Lied „Augen auf“ war eine Aufforderung an uns. 

Anschließend wurden die Anwesenden eingeladen, über ihre Smartphones Stichworte einzugeben, die dann in unterschiedlicher Gestaltung auf dem Bildschirm erschienen (Mentimeter-Voting). Es wurden ähnliche Begriffe gesammelt wie zu Anfang von den Jugendlichen.
Es folgte das (erweiterte) Gebet der Vereinten Nationen.
Der Abend schloss mit dem Video „Stoppock - Lass sie rein“ .

Wir nahmen eindrucksvolle Bilder, Lieder und Gedanken mit. Der Abend über MItMenschlichkeit hat uns nachdenklich gestimmt. Ein Dank an alle, die dieses Programm vorbereitet haben.

Ich möchte schließen mit dem Gebet der Vereinten Nationen:

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen MENSCH tragen. Amen.
Ursula Mueser

 

LEBEN BRAUCHT.....
Ökumenische Nacht der offenen Kirchen
 
Den Abschluss der ökumenischen Nacht der offenen Kirchen bildet der französische Kurzfilm " Der Mönch und der Fisch " von Michael Dudok de Witt. Ein animierter und ausgezeichneter Trickfilm von hoher künstlerischer Qualität mit einer schönen im Tempi an die Handlung angepassten Musik von Serge Besset.
Ein Mönch sitzt ruhig am See seines Klosters, als plötzlich ein Fisch vor ihm aus dem Wasser springt. Der Mönche eilt ins Kloster und holt einen Eimer und eine Stange, um den Fisch zu fangen. Dieser ist jedoch zu schnell für den Mönch. Der versucht es anschließend mit einem Fischnetz, springt auf seiner Jagd sogar ins Wasser. Er beginnt Schriften zu studieren ruft die anderen Mönche zur Hilfe. Aber der Fisch zeigt sich nicht mehr, scheint verschwunden. Der Mönch ist ruhelos, findet nicht mehr in den Schlaf, wacht bei Kerzenschein mit Netz am See um den Fisch zu fangen, besorgt sich Pfeil und Bogen. Schießt damit ins Wasser. Springt hinterher, versucht den Fisch mit bloßen Händen zu fangen. Verfolgt ihn hartnäckig durch Kanäle und verschiedenste Landschaften, bis er am Ende erschöpft hinter dem Fisch durch die Kanäle gleitet. Im Anschluss daran schweben der Fisch und der Mönch versöhnlich und im Einklang nebeneinander her. Der Mönch öffnet dem Fisch eine Türe. Beide treten in Kontakt, berühren sich schweben anschließend gemeinsam davon. 
Im Anschluss an die Vorführung gab es Gelegenheit sich in Zweiergruppen über den Film auszutauschen. Danach wurden die Ergebnisse gemeinsam in größerer Runde zusammengetragen. Es zeigte sich, wie vielschichtig und symbolträchtig dieser kleine Trickfilm ist und welch weiten Interpretationsraum er für jeden einzelnen lässt. In einem waren sich jedoch alle einig. Es ist ein wunderschöner künstlerisch wertvoller Film über unsere Sehnsüchte  über den den Sinn des Lebens, über das, was das Leben braucht. .....

Uli Looschelders

 

Leben braucht ein Gegenüber
 

In St. Martin Wankum luden die Kirchenglocken mit ihrem Geläut die Menschen ein. BeimBetreten der Kirche wurde man durch den Eintrag von Namen und Adresse sogleich daranerinnert, dass in Corona-Zeiten die Regeln des Zusammenseins andere geworden sind. DieKirche schien auffallend leer. Bei genauerem Hinsehen merkte man jedoch schnell, dass dasAbstandsgebot die Besucherzahl sehr stark einschränken musste. Aber die möglichen Plätzewaren nahezu alle besetzt. Im großen Chorraum hatten Sängerinnen und Sänger von „coro andante“ mit notwendigemAbstand Platz genommen. Es war abendlich still in der Kirche und man wartete gespannt aufdie Eröffnung zum Thema „Leben braucht ein Gegenüber“ Der Chor „coro andante“ unter Leitung von Heinz Klaus begann mit dem geistlichenAbendlied von J.S. Bach. Es folgten sodann in wechselnder Folge jeweils vorgetrageneliterarische Texte und Chorgesang. Bei den von Pfarrerin Ulrike Stürmlinger und HartfriedToennessen vorgetragenen Werken handelte es sich um Gedichte und kurze Geschichten. Zuden Autoren der literarischen Werke gehörten u.a. Anselm Grün, Heinrich Maria Rilke,Mascha   Kaleko,   Michael   Ende,   Nelly   Sachs   u.a.Inhaltlich   befassten   sie   sich   mit   derBetrachtung des Menschen. Dem Menschen als einsames und verlassenes Wesen, demMenschen   mit   seiner   Sehnsucht   nach   dem   Anderen,   der   Sehnsucht   nach   Liebe   undFreundschaft sowie der Beziehung zu anderen Menschen und der Suche nach Gott. Texte also, die nicht aktueller sein könnten in einer Zeit, in der wenige Tage später perVerordnung   die   Distanz   der   Menschen   zueinander   zumindest   vorübergehend   in   denMittelpunkt unseres Lebens gerückt wird.Die   von   „coro   andante“   excellent   vorgetragenen   geistlichen   Lieder   bildeten   eine   gutgelungene Ergänzung zu den Textbeiträgen. Beides, Texte und Musik des Abends, ließen den Zuhörer berührt zurück. Der stehende undanhaltende Beifall für die Interpreten war wohl verdient.Daneben stand der Abend symbolisch für die Bedeutung der Zusammenarbeit der beidenKirchen in der ÖkumeneAm Ende wurde der Leiter des Chores Heinz Klaus mit einem großen Blumengebinde von denMitgliedern von „coro andante“ verabschiedet. Die weitere Entwicklung des Chores istungewiss  angesichts  der  Corona-Maßnahmen,  die  seit  dem  Frühjahr  bereits nur  sehreingeschränkt  Proben  zulassen.  Eine   Gesamtprobe  kann  nahezu   gar  nicht stattfinden.Dennoch wurde deutlich, dass die Mitglieder nicht aufgeben wollen und den Kontakt inirgendeiner möglichen Form weiter aufrechterhalten wollen. Sobald es möglich ist, wollensie gerne die Proben in den Räumen der ev. Kirchengemeinde aufnehmen. Ihr dank für dieseihnen   gebotene   Möglichkeit   sind   ihre   Mitwirkung   bei   kirchlichen   Angeboten   wiebeispielsweise am heutigen Abend. Voll des Lobes waren die Mitglieder über die guteökumenische Zusammenarbeit in unserer Gemeinde, die ihnen auch an diesem Abend einenAuftritt ermöglichte. Es wäre nicht nur dem Chor, sondern uns allen zu wünschen, dass die Pandemie soweitbezwungen werden kann, dass sie den kulturschaffenden Vereinen wieder Raum gibt für ihreArbeit. Auch diese Form der Kultur und des geistlichen Liedguts gehört zu unserem Leben.Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Johannes Schriefers

In der Zwischenzeit beim Firmkurs #lebeninfuelle...

St. Marien. Trotz aller Einschränkungen durch die Pandemie, wechselnden Regelungen und zu beachtenden Schutzvorkehrungen haben die 73 Jugendlichen, die sich im Firmkurs „Leben in Fülle“ in unserer Gemeinde auf das Sakrament der Firmung vorbereiten, ihren Weg fortgesetzt. Bevor wir jetzt auf die Zielgerade des Firmkurses einbiegen und  am 23. und 24. Januar—so Gott will—die Firmgottesdienste feiern dürfen, lassen wir hier die Aktivitäten der vergangenen Monate kurz Revue passieren:

 

Erntedank-Gottesdienst mit der KLJB Wachtendonk

Herzlichen Dank an Familie Goetzens dafür, dass wir dort zu Gast sein durften, und an die KLJB Wachtendonk und Frank Ingendae für Vorbereitung und Durchführung und die wieder einmal tolle Zusammenarbeit. Nach dem Erntedank-GoDi mit 45 Firmbewerbern und vielen weiteren Gemeindemitgliedern haben wir gemeinsam mit der KLJB das Thema des Gottesdienstes mit Anregungen für mehr Nachhaltigkeit in unserem Leben in den nachfolgenden 14 Tagen auf unseren Social Media-Kanälen (Facebook (JLK Wachtendonk) und Instagram (jlk_wachtendonk))  nachklingen lassen.

 

"Ask the bishop" im Pfarrheim Herongen

Trotz Herbstferien fand sich am Freitag, 23. Oktober, eine kleine Gruppe von Firmkursteilnehmenden zusammen, um gemeinsam den Livestream "Ask the bishop" der Jugendkirche Münster zu verfolgen. Weihbischof Rolf Lohmann sollte auf der Gaesdonck in Goch die Fragen von Jugendlichen zum Thema "Glauben ja - Kirche nein" beantworten. Da die Qualität der Übertragung leider für eine Betrachtung als Gruppe nicht ausreichte, sind wir spontan zu einem "Plan B" übergegangen und haben uns den letzten "Ask the bishop"-Beitrag mit Bischof Felix Genn aus der Jugendkirche in Münster vom 11. Oktober zum Thema "Heimat" angeschaut - eine gute Alternative. Im Anschluss konnten wir dann mit unseren Seelsorgern Pastor Stücker und Pastor Roy (der von seiner Heimat rund 7.000 km entfernt ist!) noch zum Thema ins Gespräch kommen.

Außerdem fanden sich manche Gedanken zum Thema Heimat in der darauffolgenden Woche bei unserem Angebot im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen wieder.

 

Ökumenische Nacht der offenen Kirchen 

Leben braucht … Mitmenschen

Am 30. Oktober konnten wir gemeinsam mit der Gruppe MitMenschen, die in Wachtendonk und Wankum die Geflüchteten betreut und unterstützt, im Rahmen der ökumenischen Nacht der offenen Kirchen unter der Überschrift "Leben braucht...Mitmenschen" eine knappe Stunde in der St. Michael-Kirche in Wachtendonk gestalten. Aufgrund der hohen Anmeldezahl von fast 70 Firmlingen haben wir zusätzlich zum Programm der Nacht der offenen Kirchen einen zweiten Durchgang unseres Angebots exklusiv für die Teilnehmenden des Firmkurses und die Konfirmanden unserer evangelischen Schwestergemeinde durchgeführt.

Wir haben anhand von Ergebnissen einer Fragebogenaktion unter Jugendlichen und von Interviews mit geflüchteten Kindern, Frauen und Männer aus 9 verschiedenen Ländern darüber nachgedacht, was unser Leben braucht. Mit Liedern, gemeinsamem Gebet und Videos haben wir dann den Bogen dazu geschlagen, über unsere Mitmenschlichkeit nachzudenken, denn "niemand sollte sagen müssen, ich habe keinen Menschen" (H. Netz, Gruppe Mitmenschen).

 

„Before I die…“ - Kunst & mehr im Alten Wasserwerk

Die für den 7. November geplante Veranstaltung mussten wir aufgrund des ab 2. November geltenden, erneuten Teil-Lockdown verschieben, hoffen nun aber darauf, dass die Durchführung im Dezember möglich sein wird.

 

Außerdem konnten wir uns darüber freuen, dass wir statt der zunächst von Weihbischof Rolf Lohmann für Samstag, 23. Januar 2021, zugesagten zwei Firmfeiern in unserer Gemeinde nun noch einen dritten Firmgottesdienst am Sonntag, 24. Januar 2021 feiern können. Dies wurde dadurch möglich, dass Weihbischof Dieter Geerlings, der bereits seit 2017 emeritiert ist, sich bereit erklärt hat, zusätzlich die Firmung in unserer Gemeinde zu spenden. Uns ermöglicht dies, wesentlich leichter die Abstands– und Hygieneregeln zur Pandemie-Eindämmung einzuhalten und den Firmlingen neben ihrem Firmpaten weitere Begleiter im Gottesdienst zu ermöglichen.

 

Alle Infos gibt es auch auf www.jlk-wachtendonk.de

Für den JLK

Klaus Minten

Wechsel in der Friedhofsverwaltung — Dank an Familie Bosch

Wachtendonk. Seit mehr als 20 Jahren sind die Eheleute Hubertine und Herbert Bosch in allen Belangen der Friedhofsverwaltung verlässliche Ansprechpartner für alle Fragen und Aufgaben, die sich mit der Bereitstellung der Gräber, der Finanzen, der Dokumentation und der Absprache mit den Angehörigen, den Bestattern und der Stadt ergeben haben. Nun steht ein Wechsel an: beide gehen in ihren wohlverdienten Ruhestand. Die Kirchengemeinde als Trägerin des Friedhofs und der Sebastianus-Kapelle ist dem Ehepaar Bosch zu großem Dank verpflichtet. Die Zusammenarbeit war nicht nur vertrauensvoll und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Sondern die Familien unserer Verstorbenen konnten auch darauf vertrauen, diskret und zuverlässig betreut und beraten zu werden. Das ist umso wichtiger in einer Situation, die für viele Angehörige nach dem Sterbefall eines nahen Angehörigen belastend und schwierig ist. In dieser Situation verständnisvolle und sachkundige Gesprächspartner zu haben, ist eine starke und hilfreiche Stütze.

Darüber hinaus hat das Ehepaar Bosch sehr große Anstrengungen unternommen, um sämtliche Grabstellen digital zu erfassen und für jedes einzelne Grab die Dokumentation vorzunehmen. Bei der Vielzahl der verschiedenen Nutzungen war das eine Mammutaufgabe, die das Ehepaar Bosch bravourös gemeistert hat.

In diesem Sommer ging die Verwaltung des Friedhofs an Herrn Torsten von Holtum über, der als Bestatter und Gärtner vielen Menschen bestens bekannt ist. Unterstützt wird er dabei von der Zentralrendantur in Kevelaer, die alle Abrechnungen und finanziellen Belange regelt. Was den Friedhof angeht, werden in Zukunft einige schwierige Aufgaben zu meistern sein. Besonders die St. Sebastianus-Kapelle, das älteste Gebäude der Stadt Wachtendonk, muss auf Dauer in ihrem Bestand gesichert werden. Obwohl sie nach wie vor für Gottesdienste genutzt werden kann, sind auf Dauer einige Arbeiten am Fundament und an der Dachkonstruktion nötig. Die Finanzierung ist normalerweise allein aus den Gebühren für die Nutzung zu bestreiten. Wie dieses Problem gelöst werden soll, ist noch offen.

Liebe Eheleute Bosch, unsere Kirchengemeinde St. Marien dankt Ihnen für die langjährigen Dienste, mit denen Sie vielen Menschen Unterstützung und Hilfe gegeben haben, und wünscht Ihnen Gottes reichen Segen und viele gesunde und zufriedene Jahre!

Pfarrer M. Stücker

Heringa kreativ

Auch der Heringa Frauenchor in Herongen hat die Chorproben in Zeiten des Corona-Lockdowns sehr vermisst.  Sie wollten aber nicht untätig bleiben und ihre Kreativität in einer selbst gefertigten Patchworkdecke zum Ausdruck bringen.  Jede Sängerin, sowie auch der Chorleiter bearbeitete für sich eines der Leinenstücke, die dann von geschickten Näherinnen zu einer Decke zusammengenäht wurden, in Erinnerung daran, dass sie auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten, sich verbunden fühlen und die Hoffnung nie aufgeben.

8.06. 2020 Geburtstag der Kirche in Corona-Zeiten

Herongen. 55 Personen in verschiedenen Konstellationen kamen zum Freiluftgottesdienst am Pfingstmontag auf die Wiese am ehemaligen Pfarrhaus in Herongen. Fähnchen zeigten den Gruppen und Personen ihren „Claim“, der den vorgeschriebenen Abstand zu den anderen Gottesdienstteilnehmern aufwies.

So konnte die Gemeinde den „Geburtstag der Kirche“ mit einem Happy Birthday und Muffins feiern.

Natürlich kamen auch die biblische Pfingstgeschichte und Gebete vor. Auf dem Bild sind „Fürbitt – Jets“ zu sehen. So brauchten nicht mehrere Personen an ein Mikro. Alle schrieben auf Blättern ihre persönlichen Bitten, die dann zum Kreuz bzw. Himmel geschickt wurden.

Passend zu diesem Gottesdienst auf der Wiese gab es ein Lied von Pusteblume – Löwenzahn.  Wie diese Pflanze auch unter härtesten Bedingungen und zwischen Steinen wachsen kann, so soll auch mit der Hilfe des Geistes Gottes die Botschaft Jesu überall aufkeimen und steinige Flächen aufbrechen.

Die Kollekte beim Picknick – Deckengottesdienst für die Hilfsaktion von Caritas International Zugunsten der Flut – und Coronaopfer in Bangladesch in Folge des Zyklons ergaben 218,82 Euro. Vielen Dank an alle Spender.

Frank Ingendae

7.06. 2020 Der (Picknick-) Decken Wort-Gottesdienst - Speisung der 5000

Wachtendonk. Anfang Mai – die Schulen waren noch geschlossen – sollte der nächste Familiengottesdienst für Juni vorbereitet werden.

Wie sollten wir in dieser Zeit Freude und lebendige Gemeinschaft mit Jesus feiern? Die Kirchen waren unter strengen Auflagen wieder geöffnet, aber würden die Familien unserem Aufruf folgen? Dem Kinderchor war es nicht gestattet einen Gottesdienst in der Kirche musikalisch mitzugestalten. Sollten wir den Familiengottesdienst ausfallen lassen?

In diese Ratlosigkeit  hinein regte Frank Ingendae  einen Gottesdienst unter freiem Himmel an. Die Idee war, dass jede Familie auf einer eigens mitgebrachten Decke, im Mindestabstand zur nächsten Familie(ndecke), auf einer großen Wiese sitzen könnte. Die Tatsache, dass Frank sich bereit erklärte, sich um das Hygienekonzept und die Abstimmung mit dem Ordnungsamt zu kümmern, überzeugte uns sofort. Voller Tatendrang ging es am selben Abend schon an die konkrete Planung, so entschieden wir uns ziemlich schnell für das Thema ‚Die Speisung der 5000‘. Viele kennen diese Geschichte: Jesus hatte viele Menschen um sich versammelt. Als Essenszeit war, dankte er Gott und teilte dann die vorhandenen fünf Brote und zwei Fische, sodass am Ende alle satt wurden und noch 12 Körbe übrig blieben. Eine für Kinder begreifbare Geschichte und passend zur Örtlichkeit, so fanden wir. Ebenso fanden die Leiter des Kinderchores ohne Zögern unsere Idee gut und so hatten wir mit ihnen und den Kindern aus dem Kinderchor die musikalische Unterstützung sicher.

In der Kürze der Zeit musste noch schnell Werbung organisiert werden, …digitale…  . Bestimmt haben wir nicht alle Familien erreichen können, dafür bitten wir um Verständnis.

Der Tag kam, die Regenwolken zogen vorüber und so konnten wir bei Sonnenschein einen ganz besonderen Wortgottesdienst feiern.

So wie alle auf der Wiese gesungen haben „Einer hat uns angesteckt“, wurden wir angesteckt und – so wirkte es jedenfalls – viele Menschen, ob Kinder oder Erwachsene, die ihren Glauben leben. Denn es kamen – ein bisschen wie damals zu Lebzeiten Jesu - mehr Menschen, als sich vorher per Email angemeldet hatten. Doch dank der großen Wiese war das Abstandhalten möglich und alle durften mit uns Jesu Wort feiern. Schon in der Luft war zu spüren, dass alle eine riesengroße Sehnsucht danach hatten, einen Hauch von Normalität leben zu dürfen, gemeinsam aus der Bibel eine Geschichte hören, dazu beten und singen zu dürfen.

Die vorbestellten Baguettes ‚mussten‘ aufgrund der großen Teilnehmerzahl erst einmal geteilt werden … Spätestens  da wurde aus der Sehnsucht nach gemeinsamem Gottesdienst eine innere Freude, fast ein kleines Wunder wie damals, denn es wurden alle satt. Und als wir das, was übrig geblieben war, einsammelten, konnten wir 12 Körbe voll füllen mit:

Dankbarkeit gilt den vielen Akteure, angefangen vom Ideengeber und Zelebranten Frank Ingendae, über die Technik von Tim Ophey, die Leiter und Sänger/innen des Kinderchores, Familie Waerdt, auf deren Wiese wir waren, die Kinder, die vorgelesen und –gespielt haben, …

Freude über das Beten zu Gott‚ direkt in den Himmel‘ und das Singen,

Erkenntnis, dass Teilen alle satt und froh machen kann,

zahlreichen Gesprächen direkt nachdem Gottesdienst und noch Wochen danach in den Familien,

Begeisterung über die große Gemeinschaft, denn es hatten sich etwa 40 Familien versammelt,

Der Erfahrung, dass auch Situationen, in denen nichts möglich scheint, Chancen bieten neue Wege zu gehen.

Für das Familien-Gottesdienst-Team:

Silvia Schmitt und Birgit Born

10.05.2020 Autogottesdienst

Auch in Corona-Zeiten gab es in unserer Gemeinde echte Höhepunkte zu erleben. Ein solches Highlight war sicherlich der Autogottesdienst am 10. Mai in Wankum mit Weihbischof Rolf Lohmann. 


Mich hat die Kreativität und Tatkraft in unserer Gemeinde tief beeindruckt und für mich war der Autogottesdienst—gerade aufgrund der Vielzahl von beteiligten Gruppen und Einzelpersonen—ein begeisterndes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn wir in unserer Gemeinde Kräfte bündeln und die vielfältig vorhandenen Talente und Möglichkeiten optimal zum Wohle aller nutzen.


Die Resonanz, die dieses Angebot gefunden hat, sprach dabei für sich, haben wir sonst doch äußerst selten bis nie rund 300 Gottesdienstbesucher aus allen drei Gemeindeteilen zu einer Zeit am Wochenende versammelt. Genau so ungewöhnlich ist es wohl, wenn man im Gottesdienst seine Zustimmung zum Gesagten durch mehr als ein „Amen“ kundtun darf, hier nämlich durch mehrfaches Hupen als Ersatz für zustimmenden Beifall, den übrigens auch der Bischof spontan für seine ermutigende Predigt erhielt.


Ich möchte stellvertretend für viele Gottesdienstbesucher denjenigen DANKE sagen, die diesen tollen Gottesdienst möglich gemacht und mitgestaltet haben:
Tim Ophey und Thomas Holtmanns für die Idee und „technische“ Durchführung 
Frank Ingendae, bei dem die Idee auf äußerst fruchtbaren Boden gefallen ist, und  Pastor Roy als Co-Zelebrant
den KLJB‘en Wankum und W‘donk für Einweiser– und Ordnungsdienst
Rebecca Gallié, Julia Waerdt, Anne Hoffacker und Ulli Amann für die Musik
Simone Basten als Lektorin
Yannik und Niklas Tomaschek als Messdienern
Clara Knuppertz, Katja Wetzels und Jan-Luca Tomaschek  für das Vortragen der von JLK‘lern geschriebenen Texte
Margret Herzog, Hildegard Heußen, Magdalena Lax, Christa Strumpen, Brigitte Kroppen, Heinz van Haeff und Willi Strumpen als Kommunionhelfern und teilweise zusätzlich als Kollektanten
Martina Tomaschek für den Küsterdienst
Annika Ophey für Blumenschmuck / Altarraumgestaltung
Bernd Trienekens „mit Mannschaft“ für den Altaraufbau
Wolfgang Herzog für die Fotos
Familie Weyer für die Bereitstellung der Wiese
den Landwirten, die extra in der Nacht die notwendige Grasernte der umliegenden Felder begonnen haben, um den Gottesdienst am Sonntag nicht zu stören
allen Gebern bei der Kollekte, die den Betrag von EUR 455,— für die Telefonseelsorge erbracht hat

Klaus Minten

03.02.2020 Pilgerreise nach Indien

Pilgerreise zwischen den Religionen


Pastor Roy hatte zu einer Reise in seine Heimat Indien aufgerufen und so kam es dazu, dass er gemeinsam mit uns 12 reiselustigen AnhängerInnen am 3. Februar 2020 für  zwei 
Wochen auf große Reise ging.                       
Nach einem langen Flug mit Zwischenstopp in Dubai kamen wir endlich am Morgen des 4. Februars in Delhi an und wurden von unserem sehr netten Reiseleiter „Mahi“ , einem Busfahrer und einem jungen Mann, der dem Busfahrer und uns während der Fahrten alle möglichen Dienste leistete, empfangen. Sofort ging es los mit unserer ersten Besichtigung.

 

Das Qutub Minar mit seiner 72,5 Meter hohen Siegessäule ist ein Weltkulturerbe und ein herausragendes Beispiel für die Afghanische Architektur des 12./13. Jahrhunderts. Schon dort konnten wir sofort feststellen, dass die indische Bevölkerung sehr freundlich und erfreut über westlichen Besuch ist. Junge Mädchen sprachen uns an und baten uns, Fotos mit ihnen zu machen, was wir natürlich gerne machten.

 

Im Laufe unserer gesamten Reise wurde dieser Wunsch immer wieder an uns gerichtet, sei es von jungen Männern, Familien oder auch älteren Frauen. Da auch Roy sehr gerne fotografiert, gab es immer wieder Situationen, in der auch ein Gruppenbild fällig war! Und so fühlten wir uns bald wie weltbekannte Stars!      

       
Nachdem wir dann mittags im Hotel eingecheckt hatten - die Hotels waren übrigens alle sehr gut -, ging es direkt weiter zum nächsten Programmpunkt, dem hinduistischen Akshardham Tempel, der erst im Jahr 2005 fertig gestellt wurde und der größte und schönste Tempel Indiens sein soll. In dieser wirklich beeindruckenden Umgebung sahen wir zum Abschluss dann noch eine Licht- und Tonshow, die unseren ersten Tag in Indien dann auch zu einem wirklich langen Tag machte, den wir mit einem späten Abendessen im Hotel beendeten.    

                                                    
Das Essen war übrigens in allen Hotels und auch bei unseren vielen Gastgebern, die uns privat bekochten immer sehr reichlich und extrem lecker!!! Und wenn es mal jemandem etwas zu scharf war, gab es immer Joghurt, der die Geschmacksnerven wieder beruhigte.  

  
In den nächsten anderthalb Tagen besuchten wir dann noch den Bahai-Tempel „The Lotus Temple“, die Jama Masjid-Moschee, das Raj Ghat (Mahatma Gandhi-Denkmal), den Sikh Tempel „Gurudwara Bangla Sahib“ und das Red Fort.

 

In kürzester Zeit hatten wir Gotteshäuser mehrerer Religionen besucht, wobei wir eigentlich immer die Schuhe ausziehen mussten, einmal auch alle eine Kopfbedeckung brauchten und in der Moschee die Frauen sogar mit spezieller Kleidung versehen wurden.

 

Auf den ganzen Fahrten zwischen unseren Stops konnten wir das indische Leben hautnah miterleben. Der Autoverkehr ist ein langsames, aber wildes Durcheinander, wobei der Linksverkehr das kleinste Übel ist. Wenn es drei Fahrspuren gab, wurden locker fünf daraus gemacht, man überholt von allen Seiten und dies wird nicht durch einen Blinker angezeigt, sondern es wird wild gehupt, damit der andere aufpasst. Und das klappt tatsächlich sehr gut. Ab und an kommt einem auch jemand als Geisterfahrer entgegen, wenn dieser zu einer Abbiegung möchte, die er von seiner Spur aus nicht erreichen kann und Fußgänger müssen sich den Weg durch das ganze Fahrzeugknäul irgendwie selbständig bahnen. Ampeln gibt es nur selten! Zwischen all dem laufen dann noch die Kühe, viele Hunde und vereinzelt auch Schweine ruhig umher, die sich alle aus dem Müll, der überall zu finden ist, ernähren. Dass dann noch zwischen all dem Unrat sehr viele Menschen in Hütten oder einfach nur unter irgendwelchen Planen, Stromverteilern oder sonstigen zufällig Dachgebenden Dingen lebten, war natürlich für uns sehr fremd.

 

Aber die wirklich armen Menschen dort schienen mit ihrer Situation zufrieden zu sein. Sie wirkten alle freundlich und sehr sauber, was wohl aus ihrer hinduistischen Religion heraus begründet ist. Mehrere tägliche Waschungen sind üblich und konnten wir auch auf den Straßen beobachten und durch die Kastenregelung finden die Menschen sich anscheinend mit ihrer Situation so ab wie sie ist.


Am 4. Tag besuchten wir nach einer 4,5 stündigen Busfahrt das Taj Mahal, welches von außen wirklich beeindruckend ist. Innen sehr dunkel und klein, was ja für ein Mausoleum eigentlich als passend erscheint, erschütterte uns doch ein wenig, dass dort keine andächtige Ruhe herrschte, obwohl es auf Schildern eigentlich eingefordert wurde. Aber selbst der Wächter schrie dort herum, so dass wir wieder einmal die krassen Unterschiede zu Europa feststellen konnten.


Nachdem wir dann in Agra in unserem Hotel kurz pausiert hatten, ging es zur Kalakriti Show, in der die Geschichte des Erbauers des Taj Mahals „Shah Jahan“ und seiner Lieblingsfrau Mumtaz Mahal erzählt und besungen wurde.


Bevor es am 5. Tag weiter nach Jaipur ging, besuchten wir noch das Fort Agra und unterwegs machten wir Halt an dem größten/tiefsten Treppenbrunnen der Welt und einem hinduistischen kleineren sehr alten Tempel. Am

 

6. Tag haben wir uns die rosa Stadt Jaipur mit ihrem Palast der Winde angesehen, vor dem wir auch Schlangenbeschwörer bewundern konnten und haben dann das Fort Amber besucht, zu dem wir auf Elefanten hochgeritten und später mit Jeeps wieder runter gefahren sind. Weitere Programmpunkte waren der City Palast, das Observatorium „Jantar Mantar“, eine Teppichfabrik und ein Stadtrundgang.

 

Mit dem Bus über Nacht zurück nach Delhi, wo früh morgens unser Flug nach Cochin in Kerala ging, wurde dieser Tag wieder etwas anstrengender, aber auch das schafften wir alle gut. Der Süden erschien uns etwas moderner, vielleicht auch etwas aufgeräumter und die Natur war etwas interessanter, da hier viel Wasser fließt, welches wir auf unserer sehr entspannenden Hausboottour am nächsten Tag auch noch hautnah erleben durften. Bis dahin besuchten wir mit unserem neuen englischsprachigen Reiseleiter die älteste christliche Kirche Indiens, den Strand, einen kleinen Markt, eine Basilika, eine Synagoge und in der Nachbarschaft zu unserem Hotel führte uns Roy noch in eine Kirche, in der er mit uns eine kleine Andacht feierte.


Am 9. Tag mit dem Flugzeug in Chennai angekommen haben wir mit unserem neuen deutschsprachigen Reiseleiter die St. Thomas Basilika, sein Grab und den Mount St. Thomas  besucht, wobei zwischendurch auch Zeit für einen kurzen Strandbesuch mit Fischmarkt war. 


Der 10. Tag führte uns mal wieder zu einem Weltkulturerbe, dem Tempelbezirk „Mahabalipuram“, welcher zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert aus Granit geschlagen wurde.

An diesem Mittag ging es wieder per Flugzeug weiter, dieses Mal nach Vijayawada, von wo aus wir am nächsten Tag zuerst die Gemeinde besucht haben, in der Roy früher gearbeitet hat. Dort wurden wir herzlichst empfangen und reichlich bewirtet und konnten uns die Kirche und die Schulen ansehen. Danach machten wir noch in Guntur Halt, um uns den Bischofssitz anzusehen und kamen dann, nachdem wir uns auch noch eine sehr schöne Kirche angesehen und Roys Cousine und Cousin eingesammelt hatten, verspätet endlich in Thurakapalem, Roys Heimatdorf, an, wo wir wie Könige mit einem Feuerwerk empfangen wurden.

 

Es schienen alle 120 Familien auf uns zu warten, eine Kapelle spielte auf, wir bekamen eine kleine Erfrischung und wurden dann von Roys Familienmitgliedern in indische Gewänder gekleidet. Nachdem die Frauen in Saris und die Männer in Dothis plus passenden Hemden wunderbar anzusehen waren, sollten wir auf einen Hänger steigen, auf dem wir dann wie Könige mit dem Trecker durch das ganze Dorf zur Kirche gefahren wurden. Die Kapelle spielte, wir wurden die ganze Zeit mit gelben Blüten beworfen, es war ein unvergessliches Erlebnis! In der vollen Kirche saßen im hinteren Bereich die älteren Dorfmitglieder auf Plastikstühlen, davor dann auf dem Boden die Erwachsenen und ganz vorne die Kinder, links die Männer, rechts die Frauen! Wir durften hinter und neben dem Altar Platz nehmen, so dass wir weiterhin im Mittelpunkt standen. Roy und seine zwei Priesterkollegen feierten mit uns eine sehr schöne Messe, die mit rythmischer Musik begleitet und in der auch Roys Priesterjubiläum gefeiert wurde. 


Im Anschluss verteilten wir Roys Geschenke an alle Kinder und andere Bedürftige und wurden auch selbst nochmal mit wunderschönen Tüchern beschenkt. Für die ganze Dorfgemeinschaft endete der Abend auf dem Kirchplatz mit einem gemeinsamen Abendessen, welches Roys Familie vorbereitet hatte und für uns war der Tisch auf der Terrasse von Roys Elternhaus gedeckt. Wie in Indien üblich, wurden zuerst wir fürstlich bedient und die Familie hat erst gegessen, als wir wieder auf dem Weg ins Hotel waren, wo wir um ca. 23.45 Uhr glücklich und erschöpft in unsere Betten fielen.


Nachdem wir am nächsten Tag ausschlafen konnten, besuchten wir Gunadala Shrine, wo wir ca. 511 Stufen rauf liefen, um den Ort der Marienerscheinung zu besuchen. Wieder unten angekommen, fuhren wir zum Kanakadurga Tempel, in den wir aber leider nicht reinkamen, so dass wir uns direkt  zu Fuss über die Brücke „Prakasam Barrage“ machten, die uns zu einem schön gelegenen Lokal am Wasser führte. Von dort aus machte sich eine kleine Gruppe von uns auf den Weg, um eine Lückenfüllende Attraktion zu finden und keine 500 m weiter fanden wir einen klitzekleinen sehr schönen Tempel, der sogar extra für uns geöffnet wurde. Zurück am Lokal standen schon mehrere  TucTucs bereit, die uns zurück zum Hotel brachten. Endlich hatten wir auch das mal gemacht! Nach einem Besuch im benachbarten Shoppingcenter wurden wir vom Hotelpersonal auf das Hoteldach gebeten, wo ein fürstliches Valentinstagbuffet aufgebaut war und wir unter freiem Himmel speisen durften. Wäre das Gehupe nicht gewesen, hätte es romantisch sein können.


Am 13. Tag führte uns unsere letzte lange Busfahrt zu einer im Bau befindlichen Pilgerkirche in Nalgonda. Den Bau dieser pompösen Kirche beaufsichtigt momentan ein Priesterkollege von Roy, der uns zu einem leckeren Mittagessen einlud und den wir unsererseits auch schon nach Wachtendonk eingeladen haben, da er bald wieder im Bistum Münster tätig sein wird. Gestärkt raste unser Busfahrer anschließend nach Hyderabad, wo wir noch die Festung Golconda besuchten.


An unserem letzten Tag in Indien hatten wir noch mal volles Programm. Nachdem wir das Char Minar mit seinen vier Minaretten in der Altstadt besucht hatten und von weitem die Moschee Mekka Masjid gesehen hatten,  sind wir zum Salarjung Museum gefahren, durch die uns unser Reiseleiter durch die wichtigsten Sammlungen geführt hat. Nach einer Busfahrt durch HighTech City oder auch Ciber City genannt, wo wir die vielen modernen Bürogebäude sehen konnten, besuchten wir noch den Hindu-Tempel Birla Mandir, von dem man aus wieder einmal einen herrlichen Blick über die Stadt hatte. Nachdem wir uns im Hotel dann etwas ausgeruht und für die Heimreise gepackt hatten, führte uns Roy noch über die Brücke Tankbund, die fussläufig vom Hotel aus zu erreichen war und an einem See entlang führt, in dessen Mitte eine Buddha Statue steht.


Nach einem letzten leckeren Abendessen und einem allerletzten süffigen Old Monk, der uns auf „ärztlichen Rat“ hin fast jeden Abend begleitet hat, gingen wir wehmütig ins Bett, um am nächsten Morgen früh zu unserem Heimflug aufzubrechen, den wir auch wieder mit Zwischenstopp in Dubai gut überstanden haben.


Wir alle sind Roy sehr dankbar, der uns seine Heimat mit nicht all ihren, aber vielen Facetten nahe gebracht hat und wir sind froh, diese Reise gewagt zu haben, auch wenn uns viele vorher für verrückt oder zumindest mutig erklärt hatten! 


Claudia Burg für die ganze Pilgergruppe