Endlich eine dringend notwendige Gefriertruhe für die APAE

Bei unserer Reise nach Sobradinho besuchten wir im vorigen Jahr auch wieder die Behinderten-Einrichtung APAE in Sobradinho. Etwa 50 Menschen mit unterschiedlichsten Handicaps werden liebevoll betreut: morgens sind es die 4-10jährigen, am Nachmittag die 11-42jährigen. Neben einer warmen Mahlzeit gibt es Lernangebote und auch Möglichkeiten handwerklich zu arbeiten, Bastelangebote oder Spiele im Garten. Die Einrichtung ist sehr spartanisch, die Räume sind sehr eng. Größere Reparaturen am Gebäude stehen an. Die räumliche Enge zeigte sich uns besonders deutlich beim Mittagessen der größeren, oft motorisch lebhaften Schüler und Schülerinnen. Vor Jahren wurden mit unserer Hilfe die Vorratsräume gefliest, um die Lebensmittel ordnungsgemäß lagern zu können. Oft erhält die Einrichtung größere Mangen Lebensmittelspenden, die bald verzehrt werden müssten. Seit einigen Wochen hat die APAE nun eine Gefriertruhe zur längerfristigen Lagerung. Die Leiterin, Marta und Padre Ibis bedanken sich herzlich für die Unterstützung aus Wachtendonk


Für die AG Sobradinho, Margret Herzog

Die AG Sobradinho sagt Danke

Nach langer Zeit besuchten wir wieder unsere Partnergemeinde in Sobradinho. Wir trafen unsere vertrauten Partnerinnen Marta und Terezinha und Padre Ibis sowie Maria Oberhofer bei der IRPAA, die uns begleiteten. Wir lernten auch viele neue Menschen kennen, die unsere gemeinsamen Projekte verantwortlich leiten, sei es im Aufbau des Pfarrgartens, bei der Jugendarbeit in den Landgemeinden, bei den Studenten im Schulungszentrum der IRPAA in Juazeiro. Dabei sahen wir auch, wie großartig sich kleine Initiativen zu tragfähigen Unternehmen entwickeln konnten, weil wir auch Bildungsangebote fördern und Studenten und Studentinnen während ihres Studiums fördern. Bei der Unterstützung unserer Projekte sind wir natürlich nicht allein. Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen, die unsere Partnergemeinde immer wieder, auch im letzten Jahr so großzügig unterstützt haben. Viele haben unsere Projekte bei Kollekten, Kirchenkaffees, Fastenessen, Familienfeiern, Taufen, mit dem Kauf der Osterkerzen aus der Kerzenwerkstatt unterstützt, ein Wachtendonker Straßenmaler malte wieder bei einer Aktion in der Schweiz. Nicht vergessen möchten wir die Unterstützung durch Überweisungen von Spenderinnen und Spendern, bei denen wir uns leider aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht persönlich bedanken können.

Danke ganz herzlich auch im Namen unserer Partnergemeinde.

 

Für die AG Sobradinho, Margret Herzog

Das Bienenprojekt der Jugendlichen in Sao Goncalvo da Serra

Eines unserer Anliegen  ist die Förderung und Unterstützung  Jugendlicher in Sobradinho und in den umliegenden Landgemeinden. Entsprechende Weiterbildungen und Angebote bieten den Jugendlichen die Chance, eine Lebensgrundlage auf dem Land zu sehen und diese werden auch wahrgenommen.

Auf einem Hof in Sao Goncalvo da Serra, etwa 50km von Sobradinho entfernt, trafen wir 30 Jugendliche, sehr engagierte und motivierte junge Menschen, offen im Gespräch. Sie kommen aus dem Landkreis Sobradinho und darüber hinaus, nehmen weite Wege auf sich. Teilweise wohnen sie über 100 km auseinander. Alle 2 Monate treffen sie sich zu Fort- und Weiterbildungen. Landwirtschaftliche und ökologische Themen gehören genauso dazu wie gesellschaftliche und politische Bildung. Diese Weiterbildung ist auch ein Teil unserer finanziellen Unterstützung über das konkrete Bienenprojekt hinaus. Die IRPAA hat diese Arbeit initiiert und Alessandro, Mitarbeiter der IRPAA, begleitet die Gruppe fachlich.

Ein junger Mann ist Leiter des Bienenprojektes. Mit ihm betreuen es  4 weitere verantwortlich, mit Unterstützung natürlich aus der gesamten Gruppe. Warum die Entscheidung für die Imkerei? Die Arbeiten fallen nicht so regelmäßig und intensiv an, wie es zum Beispiel bei Hühnerhaltung wäre. Die anfallende Arbeit lässt sich so besser mit ihren Ausbildungen und Berufen koordinieren.

Es gab für uns eine Kurzeinführung in die Arbeit mit den Bienen dort.  Bienen in der so trockenen Halbwüste, der Caatinga? So fragten wir.  Die Bienen finden tatsächlich ausreichend  Nahrung. Der Standort der Bienenstöcke ist wichtig. Der Abstand zu einer Wasserquelle darf nicht mehr als 300 m sein, damit die Bienen auch trinken können. Die eingesetzten Bienen sind eine Kreuzung aus brasilianischen Wildbienen mit europäischen Bienen. Diese sind zwar aggressiver, aber auch deutlich ertragreicher als die brasilianische Wildbiene. Noch muss der Honig mit der Hand zentrifugiert werden. Später soll  es eine mobile  elektrische  Zentrifuge geben. Ein weiteres Ziel ist die Gründung einer Vereinigung zur Vermarktung des Honigs.

An diesem Tag machte sich die Gruppe  mit der von uns gespendeten und gerade eingetroffenen Erstausrüstung  vertraut. Es wird reichlich guten Honig geben, davon sind wir überzeugt. 

 

Für die AG Sobradinho
Margret Herzog

 

Bemvindo - herzlich willkommen - 15 intensive Tage in Sobrandinho / Brasilien

Nach dem Reisesegen, gespendet von Pater Johny, starteten wir vier, Alice Poeira als Dolmetscherin, Gerd Thissen, Joachim Schmitt und ich, Richtung Recife-Olinda und Sobradinho. Uns erwartete ein sehr dichtes Programm mit vielen Gesprächen, für mich, die zum 2. Mal mitfuhr, auch mit sehr vielen neuen Aspekten, vertrauten Gesichtern und vielen neuen Menschen. Schließlch lag unsere letzte Reise auch bereits 10 Jahre zurück. Mit unglaublicher Herzlichkeit hieß man uns willkommen. Wir feierten gemeinsam Messen in unterschiedlichen Gemeindeteilen. Versammlungen mit kirchlichen Gremien, Jugendgruppen, Teilnahme am „Fest der Liebe“, Besuch von Kooperativen, der IRPAA und landwirtschaftlichen Betrieben waren genauso eingeplant wie Besuche der Projekte, die wir in letzter Zeit mit unterstützt haben wie den „Garten der Frauen“, das Gesundheitsprojekt für die an Autismus erkrankten Kinder und das Bienenprojekt der Jugendlichen in der Caatinga. Der Kindergarten „Gente Valente“ und das Altenheim „Abrigo des Pedras Preciosas“ fehlten nicht. Wir trafen unsere Partner und Partnerinnen, die mit viel Verantwortung und Engagement die gemeinsam getragenen Projekte umsetzen. Mit viel Detailwissen und großer Dankbarkeit kehrten wir am 19. Juni wieder wohlbehalten zurück.Dies alles in einem einzigen Artikel zu sammenzufassen, ist kaum möglich. Nach und nach werden wir im Einzelnen über unsere Projekte genauer berichten. Vor allem möchten wir schon jetzt auf unseren brasilianischen Abend hinweisen. Dort wird es dann Bilder und Berichte geben, garniert mit landestypischen Leckereien, die auf dem Rückflug unsere Koffer füllten. Ort und Termin folgen bald. Bemvindo- herzlich willkommen zu diesem Abend.

Margret Herzog