Olinda

Besuch der Vorschule „Centro Educativo Pe. Pedro Lapo“ in Abreu e Lima bei Recife

Gleich am ersten Tag unserer Reise zu den Partnergemeinden in Brasilien im Juni 2025 besuchten wir das Vorschulprojekt „Centro Educativo Pe. Pedro Lapo“ in Abreu e Lima, ca. 40 km vom Zentrum Recifes entfernt.
Von den dort tätigen drei Salesianer Schwestern und den Mitarbeiterinnen wurden wir herzlich empfangen und noch vor Ankunft der dort aktuell 123 betreuten Kinder durch die Räumlichkeiten geführt. Auffallend sind die - auch dank Förderung aus St. Marien - überall gefliesten, sauberen Böden und Wände.

Die Vorschule sorgt mit ihrem ausgebildeten Personal für die für den späteren Schulbesuch vorausgesetzte Alphabetisierung. werden.

Außerdem werden bei vielen Kindern Autismus-Störungen diagnostiziert, welche von der psychologisch ausgebildeten Leiterin Sr. Gizele in Behandlungsräumen der oberen Etage gezielt behandelt werden.
Das soziale Umfeld der Vorschule hat sich in den letzten Jahren zum Glück etwas verbessert, so dass mittlerweile bewusst Kinder aus unterschiedlichen Schichten ausgewählt werden können. Dieser Ansatz funktioniert sehr gut, es gibt keine Probleme bei der Integration.

Die Kinder kommen montags bis freitags erst gegen Mittag in den Kindergarten und verbleiben dort nachmittags. Grund sind fehlende finanzielle Mittel für die Bezahlung der Angestellten. Es gibt einen kleinen Snack pro Tag. Manchmal ist jedoch schon zur Monatsmitte kein Geld mehr da für Lebensmittel. Auch müsste Einiges in der Anlage wieder repariert oder saniert werden, aber es fehlt das Geld.

Dennoch beantragt Sr. Gizele keine finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates. Würde sie dies tun, bekäme die Verwaltung ein Mitspracherecht bei der programmatischen Zielsetzung und sie möchte unbedingt einen politischen Einfluss in ihrer Arbeit vermeiden.

Bei exotischen Fruchtsäften und Maniokhäppchen übergaben wir das vom Kindergarten Maria Goretti vorbereitete Präsent in Form eines Geschicklichkeitsspiels und einer Mappe mit von den Kindern aus Wankum gemalten Steckbriefen, wofür sich Gizele herzlich bedankte.

Wichtig ist den Schwestern der respektvolle Umgang untereinander und mit den Mitarbeiterinnen. Entscheidungen werden nur gemeinsam getroffen. Diesen Spirit konnten wir hautnah nachempfinden und uns mit einem sehr guten Gefühl von der Schule verabschieden.

 

Für die AG Recife-Olinda
Gerd Thissen

 

Danke

Im Namen der Menschen aus den Favelas in und um Recife bedankt sich die AG Recife-Olinda für die große Unterstützung seitens der Pfarrgemeinde St. Marien!

Unser Beitrag setzt sich zusammen aus Kollekten, Verkauf von Osterkerzen, dem Fastenessen in Wankum und auch einem Zuschuss der Zivilgemeinde, besonders aber den Spenden einzelner, uns wegen Datenschutz nicht bekannter Unterstützer.

Ihnen allen sei auf diesem Wege herzlich für Ihre großzügige Gabe gedankt.

Ihre AG Recife-Olinda