Extrem

Extrem-Situationen erleben wir zuhauf.

In Indonesien werden tausende Menschen so von Knall auf Fall durch einen Tsunami obdachlos oder müssen sterben. Einen Monat vorher war es Kerala, das Heimatland von Pater Joseph und Pastor Roy, das durch einen furchtbarem Monsunregen getroffen wurde, der hunderte Opfer forderte.

Extrem-Situationen durch Katastrophen. Gegen Naturgewalten scheint kein Kraut gewachsen zu sein, allein ausgeklügelte Frühwarnsysteme können Opferzahlen mindern.

Extreme Situationen aber auch durch Klimaveränderung. Hitze und Dürre in vielen Ländern.

Von Menschen werden viele Fehler gemacht in Bezug auf den Klimawandel. Ein Umdenken in allen Bereichen ist erforderlich: Wegwerfgesellschaft, Energieverschwendung, Verpestung der Luft, Abholzen der Wälder, Umgang mit der Natur,

um nur einige zu nennen.

Extreme Situationen auch in den Dauerkriegen in Nahost und auch bei uns durch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen.

In Bezug auf Macht und Besitz werden heute die Weichen falsch gestellt:

Egoismus macht sich breit. Die Gesellschaft driftet auseinander.

Wer oder was gibt Orientierung?

Ich glaube, dass neben dem Umdenken und dem Willen zur Veränderung und zum Bessermachen für uns Christen das Vertrauen auf Gott eine große Rolle spielen sollte.

Viele Menschen, die Not erlebt haben, die extreme Situationen erlebt haben, auch in der Familie,

durch den Verlust des Partners oder der Kinder, durch Einsamkeit, Krankheit und Tod, die haben wirklich erfahren: Beten hilft!

Und beten bedeutet eine Hinwendung zu diesem persönlichen Gott,

diesem Gegenüber, diesem DU, das sich in Jesus Christus offenbart hat.

Jesus hilft und heilt, so wie wir es aus der Bibel kennen. Sogar der Tod wird besiegt. Von Jesus erwarten wir Hilfe: Hilfe in Leid und Not. Hilfe durch Menschen, die anderen beistehen. Hilfe durch Werke der Nächstenliebe. Hilfe durch praktisches Tun. 

In diesem Bereich war die Kirche schon seit Jahrhunderten stark. Gerade im Dienst am Nächsten hat es unzählig viele gegeben, die ihr Leben in diesen Dienst stellten. Zwei große Heilige stehen dafür in diesem Monat November: der heilige Martin (11.11.) und die heilige Elisabeth (19.11.)

Und auch heute wird gerade im caritativen und diakonischen Bereich Großes geleistet durch Menschen, die im Namen Jesu helfen und heilen.

Jesus hat seinen Freunden das Beten gelehrt. Er sagt zu ihnen:

Betet so: Unser Vater im Himmel.... und Jesus hat die Liebe Gottes zu uns gebracht:
Liebet einander, wie ich euch geliebt habe. Bleibt in meiner Liebe!

Neben dem Engagement für eine bessere Welt und dem praktischen Tun und Handeln laden wir als Kirchengemeinde ein zu unseren Gottesdiensten, in denen wir Gott bitten können für uns selbst und für ein gutes Zusammenleben in Partnerschaft, Familie und in unseren Orten, und wir können ihm danken für all das, was uns unverdientermaßen geschenkt worden ist.

Auch beten wir für alle Verstorbenen, dass sich ihr Leben erfüllt, besonders für die, die viel zu früh sterben mussten oder durch Katastrophen ihr Leben lassen mussten. Lass sie alle Heimat und Geborgenheit finden bei Dir, Gott. Uns aber stärke und tröste in deinem Dienst.

 

Es grüßt euch im Namen der Seelsorger für den anstehenden Novembermonat

euer Diakon Bruno Bloemen