Blumen

Welch herrliche Pracht!  Die Blüten und Blumen im Sommer. In unserem Vorgarten waren es die weißen, leuchtenden Pfingstrosen mit ihrer wunderschönen Farbe und dem wohlriechenden süßlichen Duft. Jedes Vorbeigehen hab ich genossen. Und dann der Rhododendronpark unseres Nachbarn in unserer Straße. Eine Augenweide – die Vielzahl der Sträucher mit ihren verschiedenen Farben von der Sonne beschienen. Jede Blüte ein Kunstwerk, wie sie kein Maler malen kann.  Und dazu noch ein anziehender Duft. Paradiesisch. Da kommt mir doch gleich der Psalmbeter in den Sinn: Herr, wie groß sind deine Werke. Du hast sie alle gemacht. Die Schöpfung in der Natur zu erleben, dass kann näher zum Schöpfer führen. Es braucht aber auch  unserer Hände Arbeit. Zum Glück ist meine Frau eine Blumenfee und ich darf das im eigenen Garten erleben. Aber die Natur ist gefährdet. Immer weniger Bienen finden ihren Lebensraum. Immer weniger Lebewesen finden Möglichkeiten in der Natur vor, um zu überleben. Da sind wir angefragt. Das ist auch Teil des Klimawandels.

Nicht nur die Schönheit der Blumen und Blüten ist es, die fasziniert. Auch die heilenden Kräfte der Kräuter für Leib und Seele können uns Gott näher bringen. Hildegard von Bingen – eine große Ordensfrau – hat vor hunderten von Jahren die Heilkraft der Kräuter für das Wohl der Menschen in ihren Schriften überliefert. Und heute sind sie hochaktuell. Viele Kräuter mit ihrer ganz verschiedenen Wirkkraft gehen auf Hildegard von Bingen zurück, und sie werden in der Medizin und in der Naturheilkunde verwendet.

Ein schöner Brauch ist es, am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel – mitten im Hochsommer – Kräutersträußchen zu binden. Das wollen auch die Landfrauen in diesem Jahr tun, und die Kräutersträußchen am Sonntag, 18.August, den Gottesdienstbesuchern mitgeben.

Kräuter, die Kraft aus der Natur, uns geschenkt zur Heilung, zum Wohlbefinden und zur inneren Ruhe, und Blumen und Blüten aller möglichen Arten und Farben, uns geschenkt, um uns an ihnen zu erfreuen. Aber auch, um sie weiter zu schenken mit einem Glückwunsch oder als Zeichen der Zuneigung,  der Verehrung und Liebe.

Und sie zu schenken den Kranken, damit sie wieder neue Lebenskraft finden, und sogar beim Abschied als letzten Gruß auf das Grab legen: Zeichen des Paradieses Gottes.

Ich wünsche euch, dass ihr euch in dieser Sommerzeit an der Natur mit ihren unzähligen Blumen und Kräutern erfreuen könnt, und ihr durch sie vielleicht ein kleines Stück näher zu Gott findet, der das alles geschaffen hat.

Es grüßt euch – verbunden mit dem Wunsch für eine gute Zeit - sei es im Urlaub oder auf Balkonia

 

euer Diakon Bruno Bloemen

(auf holländisch: Blumen)

 

 

 

Fotos: Redaktion