Aktueller Impuls

Corona und Pfingsten

Ein Virus geht um die Welt. Ein Virus, der unser aller Leben verändert hat. Er ist unsichtbar, aber vermehrt sich rasend schnell. Ich will diesen Virus nicht als stärkste Herausforderung unserer Zeit annehmen. Ich will diesen Virus nicht über unser Leben bestimmen lassen. Doch er hat unseren Alltag und unser Miteinander verändert. In den Monaten vor Corona hatte man das Gefühl, dass die Welt weiter auseinander rückt. Menschen sind an der Macht, die sich eher einschliessen wollen als das sie unserer Welt als Chance sehen, dass wir voneinander profitieren. Auch in unserem Land gab es Tendenzen, die diesen eigenen Kurs propagierten. Nun, jetzt, in Zeiten von Corona gibt es keine Kompromisse, um diesen einen gemeinsamen Weg zu gehen. Alle stehen vor der gemeinsamen Herausforderung. Dieses eine große Problem muss zusammen gelöst werden. Was für Corona gilt, gilt auch für unseren Glauben an Gott. Wir müssen eine gemeinsame Sprache sprechen. Beim ersten Pfingsten hörten alle die Apostel in ihrer Muttersprache reden. Und weil sie verstanden haben, ging die Botschaft von der bleibenden Gegenwart Jesu um die Welt. An Pfingsten war der heilige Geist nicht sichtbar und infizierte im besten Sinne des Wortes die Menschen. Auch heute ist dieser heilige Geist da und infiziert all jene, die sich auf ihn einlassen. Menschen, die spüren, dass er da ist, dass er in der Welt und in ihrem eigenen Leben wirkt. Menschen, die seine Kraft und Stärke erfahren in Krankheit und Not.  Menschen, die um den heiligen Geist bitten für ihr Leben, für die Menschen in ihrer Umgebung und überall auf der Welt. Menschen, die aus diesem Geist handeln und die Gutes bewirken und sich einsetzen für andere. Dabei wurden viele wichtige Berufe in neuem Licht gesehen: alle, die sich um die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Mitmenschen sorgen. Alle, die Menschen Mut machen und somit Zeichen der Hoffnung setzen.  Oder alle, die kreativ tätig geworden sind: Kinder, die Steine bemalt haben und sie um die Kirche gelegt haben oder die Bilder mit dem Regenbogen gemalt haben und sie beschrieben haben: Alles wird gut. Diese Hoffnung gibt es nicht nur für Corona. Diese Hoffnung läßt sich auf unser ganzes Leben übertragen. Und diese Hoffnung dürfen wir auch über den Tod hinaus haben: Jesus ist auferstanden. Wir sind seine Zeugen. Und das nicht mit Abstand, sondern in gläubigem und tiefem Vertrauen auf die Kraft und Stärke unseres Gottes, der uns aus allen Krisen hilft.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen auch im Namen der Seelsorger frohe und gesegnete Pfingsten

    Euer Bruno Bloemen, Diakon