Gedenken an Helga Wassermann

Am Donnerstag nach Allerheiligen, am 3. November, verstarb Frau Helga Wassermann im Alter von 71 Jahren. Mit ihr verlässt uns eine Frau, die sich in außergewöhnlicher Weise in unserer Kirchengemeinde eingesetzt hat. Nachdem sie mit ihrem Ehemann Josef im Jahr 1977 nach Wankum gezogen ist, hat sie durch ihre Bereitschaft zum Dienst und durch ihre Einsatzfreude das Leben der Gemeinde sehr bereichert.

Im Vorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Wankum (kfd) war sie über den langen Zeitraum von 20 Jahren und hat über 12 Jahre lang die Aufgabe der Vorsitzenden der kfd wahrgenommen.

Im Gottesdienst hat sie als Lektorin und Kommunionhelferin mitgewirkt und die heilige Kommunion über viele Jahre hinweg zu den Kranken und Schwerkranken gebracht, die ihr dafür sehr dankbar waren.

Im Kirchenchor St. Martin in Wankum hat sie zum Lob Gottes gesungen und durch ihr gewinnendes Wesen die Chorgemeinschaft von innen her belebt.

Woher hatte Helga Wassermann die Kraft für dieses Engagement? Sicher war es auch die Unterstützung durch ihren Ehemann Josef, der sie gestärkt und begleitet hat. Es war darüber hinaus aber auch etwas, das ich in ihrer Gegenwart erfahren durfte, als ich sie in ihrer Krankheit zu Hause und im Krankenhaus besuchen konnte:

Es war ihr unerschütterlicher Glaube an den lebendigen Gott und ihre tiefe Verbundenheit mit Christus in den Sakramenten, das ihr die Kraft für den letzten Abschnitt ihres Weges gegeben hat. Die Feier der Krankensalbung und der von ihr intensiv gewünschten Empfang der heiligen Kommunion wenige Tage vor ihrem Tod – das hat sie bewußt miterlebt und mitgefeiert.

So ist ihr Leben und ihr Glaube für uns ein starkes Zeugnis für die liebende Gegenwart Gottes in unserer Welt und eine Ermutigung, ihrem Beispiel zu folgen.

Die Kirchengemeinde ist der Verstorbenen, Helga Wassermann, im Dank an Gott und im Gebet, besonders in der Feier der Heiligen Messe, verbunden.

Die Auferstehung und das ewige Leben waren die große Quelle der Hoffnung für Helga Wassermann. Ihr möge die reiche Erfüllung dieser Hoffnung geschenkt werden.

Mit den Worten des heiligen Bischofs Augustinus dürfen wir darum sagen: „Wem aber sollen wir mehr glauben, wenn er von Gott spricht, als Gott selber? So lasst uns also glauben, solange wir noch nicht schauen können, damit wir dereinst schauen dürfen, was wir geglaubt haben.“

Pastor Manfred Stücker