Abschied

Meine lieben Mitchristen!

 

Wie Sie alle wissen, muss ich von Ihnen, wegen meiner Versetzung nach Duisburg-Walsum, Abschied nehmen. Es tut weh, eine nette Gemeinde und wundervolle Menschen zu verlassen. Durch Ihre Liebe und Unterstützung ist St. Marien meine zweite Heimat geworden. Aber Kommen und Gehen gehört zum Leben.   

Zum letzten Mal habe ich die Gelegenheit, ein paar Zeilen für den Pfarrbrief zu schreiben. Was könnten sie anderes beinhalten als herzliche Worte des Dankes. Als ich vor sieben Jahren in der Gemeinde St. Marien, Wachtendonk-Wankum-Herongen antrat, fand ich sofort eine gute Aufnahme und von allen Seiten große Unterstützung. Ich habe mit großer Freude und gerne bei Ihnen gearbeitet.

Zum Abschied durfte ich häufig tröstende Worte und lobende Worte hören. Ich freue mich darüber. Aber ich möchte sie weitergeben an die Vielen, die mir die Jahre hindurch geholfen haben: an die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an alle, die durch verborgene Dienste, durch Gebet und materielle Unterstützung geholfen haben. Ein herzliches Vergelts Gott für das mir entgegengebrachte Vertrauen und Verständnis.

Der Monat Oktober wird auch der Rosenkranzmonat genannt. Ich habe großes Vertrauen in die Mutter Gottes, deren Hilfe, Trost und Unterstützung ich durch das tägliche Rosenkranz-Gebet bekommen habe. Sie ist eine Vorbild für uns alle.

Es tut gut, die Vielfalt, die Herzlichkeit und die Wärme der Menschen in St. Marien zu spüren. Ich habe in der Zeit hier bei Ihnen viele Erfahrungen gemacht, die mein Leben bereichern und die ich mitnehmen darf. Über die pastoralen und menschlichen Begegnungen, die ich mit Ihnen machen durfte, bin ich von Herzen froh und dankbar. Sie haben mir immer ein wohlwollendes Gefühl vermittelt. Viele von Ihnen haben mir im Laufe der Zeit Freundschaft und Unterstützung geschenkt. Die tolle Reise nach Indien mit einer Gruppe aus St. Marien war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Danke an alle für Eure großartige Liebe. 

 

Liebe Mitchristen,

seit langem möchte ich ein Kinder-Projekt in meiner Heimat vorstellen, aber das ist mir nicht gelungen. Ich bedaure, dass es mir nicht gelungen ist, da in meiner Heimat große Not herrscht und großes Bedürfnis nach Hilfe besteht.

Indien ist ein großes Land mit sehr großer Bevölkerung und viel Armut. Schulbildung ist die einzige Hoffnung für diese arme Kinder in Indien, um im Leben weiterzukommen.

In meiner Heimat sind alle Tagelöhner und sie kämpfen schon mit dem täglichen Leben. Die Ausbildung der Kinder ist sehr schwer geworden und die Eltern bitten jedes Mal, wenn ich im Urlaub nach Hause komme, um die Unterstützung zur Ausbildung ihrer Kinder. Auch für Senioren brauchen wir Hilfe für die Versorgung mit Medikamenten.

Außerdem hat sich meine Heimatgemeinde eine Schutzwand für die Kirche gewünscht. Ich habe an dieser Kirche bereits für einen Anbau die Verantwortung übernommen und dieses Vorhaben unterstützt.  

Wenn Sie diese Projekte, die mir sehr am Herzen liegen, durch Ihre Spende unterstützen möchten, können Sie dies im Pfarrbüro tun oder mich bitte persönlich kontaktieren. Für Ihre Unterstützung bin ich Ihnen schon jetzt sehr dankbar.

Sie sind alle herzlich zu mir nach Walsum  eingeladen. Ich weiß, dass wir immer durch das vollkommene Band der Liebe Gottes verbunden bleiben. Ich wünsche Ihnen / Euch allen weiterhin alles gute und Gottes Segen.

 

„Danke und Auf Wiedersehen“

 

Ihr Pastor Roy