Sitzungsabend mit Weihbischof Lohmann

"Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt…"

Dieses Lied hat uns durch die zurückliegende Adventszeit begleitet. Auch für den Sitzungsabend der Gremien von Kirchenvorstand und Pfarreirat mit Weihbischof Lohmann und Karl Render, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal hatten wir dieses Lied für den geistlichen Impuls ausgewählt. Dazu trug Dechant Stefan Keller einen Abschnitt aus dem Alten Testament aus dem Buch der Könige vor. Salomo soll der Nachfolger des Königs David werden.  Er ist jung und unerfahren und bittet: „Gib mir ein hörendes Herz.“ Dieser Satz stand auch über dem gesamten Abend. So ist es ein gutes und sehr offenes Gespräch geworden, moderiert von unserem Pfarrverwalter Stefan Keller.

Wie wird die Zukunft unserer Gemeinde aussehen?

Wie wird es mit unserer so unerwartet geänderten pastoralen Situation durch den Weggang von Pfarrer Winschuh in Sankt Marien werden?  Wie wird unsere Zukunftsperspektive sein? In den Statements der Gäste war sehr deutlich zu spüren, dass im Bistum sehr großes Verständnis für unseren Unmut besteht, Pfarrer Winschuh nach so kurzer Zeit hier in St. Marien mit einer neuen Aufgabe in Hamm-Bockum-Hövel zu betrauen. Die pastorale Situation im Bistum ist derzeit äußerst schwierig. Allein am linken Niederrhein sind derzeit 4 Pfarrstellen zu besetzen, in Kerken, Materborn, Wachtendonk und Kamp- Lintfort. Dazu kommen noch 6 weitere vakante Stellen im Bistum. Unsere Stelle ist jetzt im Amtsblatt ausgeschrieben und es wird abgewartet, ob sich jemand darauf bewirbt. Ist dies nicht der Fall, so wird das Bistum von sich aus tätig und sucht, wer sich für uns eignen könnte. Bei diesem Prozedere erkennt man gleich, dass dies ein zeitintensives Unterfangen werden wird und wir nicht gleich in den nächsten Monaten mit einem neuen leitenden Pfarrer rechnen können.

Viele Fragen an Weihbischof R. Lohmann

Im anschließenden Gesprächsteil blieb reichlich Raum, unsere Sorgen, Fragen und die Eindrücke von Kirchenvorstand und Pfarreirat nach Münster mitzugeben. Unsere Kritik am Vorgehen des Bistums, die im Brief der Gremien ihren Ausdruck fand, wurde nochmal begründet und auch uneingeschränkt akzeptiert. Ebenso fand die Kritik am Umgang mit den Seelsorgern und der Wunsch nach einer Überarbeitung der sehr juristischen Pressemitteilung des Bistums zur Entpflichtung Gehör.

Wie geht die Arbeit weiter in St. Marien?

Von Seiten des Bistums können Pater Joseph und Pastor Roy so lange in St. Marien tätig bleiben, wie es ihr Bischof oder Orden in Indien zulässt. Das Bistum traut dem Seelsorgeteam und den Gremien zu, die Vakanz gut zu überbrücken. Der Kirchenvorstand soll weiter die Verantwortung übernehmen und dringende Projekte wie z.B. die Renovierung des Wachtendonker Pfarrheimes fortführen. Die Unterstützung des Bistums ist uns gewiss, da haben wir die Zusage von Weihbischof Lohmann. Angedachte Projekte und die Umsetzung des Pastoralplans werden ebenfalls weitergeführt werden.

Dass die Gemeinde - und es gab sehr viele Rückmeldungen -, sich ebenfalls intensiv mit Gedanken und Kritik einbrachte, kam zur Sprache. Die Gemeindemitglieder wünschen sich vom Bistum, nicht von „oben herab“ behandelt zu werden. Sie sehen sich als gleichberechtigt an, möchten auch wertschätzend wahrgenommen werden und verantwortungsbewusst Gemeinde mitgestalten.

Keine neuen Fusionen, neue Wege der Seelsorge!

Trotz der großen Personalnot ist derzeit nicht an weitere Fusionen gedacht. Im Bistum arbeitet man jedoch auch, wie in anderen Bistümern daran, neue Wege der Seelsorge zu beschreiten.

Alles in allem war es ein gutes Miteinander. Es bleibt zu hoffen, dass sich bald jemand um unsere Pfarrstelle bewirbt. So lange wird uns Dechant Keller als Pfarrverwalter begleiten.

Nach dem Lied „Zeige uns den Weg“ und einem Gebet verabschiedete Weihbischof Lohmann alle mit einem Segen auf den Heimweg.

Heinz- Willi Strumpen                          Margret Herzog

Für den Kirchenvorstand                     Für den Pfarreirat

101. Katholikentag vom 9. - 13. Mai in Münster

 

 

Seien Sie mit dabei beim 101. Deutschen Katholikentag 2018 in Münster

 

"Suche Frieden“

 

Unter diesem Leitwort steht der 101. Deutsche Katholikentag in Münster. Vom 9. bis 13. Mai wird es rund 1.000 Veranstaltungen geben, die ernst und fröhlich, geistlich und politisch sein werden: Es wird Bibelarbeiten, Podiumsdiskussionen, Workshops, Beratungsangebote, Ausstellungen und Konzerte und natürlich große und kleine Gottesdienste geben. 

Im Zentrum steht dabei das Leitwort des Katholikentags „Suche Frieden“. Eingeladen sind alle Menschen, egal ob und welcher Religion sie angehören.

Es gibt viele Möglichkeiten daran teilzunehmen, ...⇒