Aktuelles

Oktober 2018 - "Trau dich" - Präventionsschulung

Präventionsschulung der Gremien
Ursula Kertelge von der Familienbildungsstätte Geldern-Kevelaer und Ute Krapohl-Leppers vom Katholischen Bildungsforum Kleve informierten die Gremien von Pfarreirat und Kirchenvorstand in einer dreistündigen Sitzung zum Thema „Institutionelle Schutzkonzept des Bistums“. Hierbei ging es überwiegend um die Sensibilisierung der Gremien und eine Bewusstseinsschaffung zum Thema Missbrauch.
In St. Marien hat sich bereits eine Steuerungsgruppe zu diesem Thema gebildet. Unter dem Namen „Trau Dich“ haben Anja Boxwell, Frank Ingendae, Nicole Küppers, Anja Maesmanns und Claudia Mauermann bereits ein Konzept für die Pfarrei erstellt und einen Flyer ausgearbeitet; beides wurde im Anschluss an den Vortrag vorgestellt.
Nicole Gooßens

September 2018: Neue Leitungsmodelle entwickeln

St. Marien. Der September begann für mich mit der Gemeinsame Sitzung von Priesterrat, Diakonenrat und Pastoralreferentenrat mit der Bistumsleitung. Vor zwei Jahren haben sich die Räte quasi zusammengetan, um gemeinsam den Bischof in der Ausübung seines Amtes zu beraten.

Jetzt an diesen zwei Tagen, stand die Frage im Mittelpunkt: Wie wollen wir Leitung zukünftig in den Gemeinden gestalten: Auf dem Hintergrund unserer Botschaft des Evangeliums, den Herausforderungen der kirchlichen Situation und den Gegebenheiten unserer Zeit.

Von „außen“ wird durch Marketing- und Designleuten ganz klar gesagt: Der innere Kompass, der Navigator ist die Leitungsform der Zukunft. Praktisch regelt Gesetzgebung und Technik viel. Aber es bedarf eben mehr: Was wollen wir mit unserem Tun bezwecken. Genauso steht im Raum die Frage:

In welcher Art und Weise leiten die Verantwortliche? Denn zu schauen, dass alles „läuft“, ist keine wirkliche Perspektive – wie wir ja auch leidlich immer wieder feststellen. Vieles „läuft“ – und bewirkt scheinbar nicht das, was erhofft worden ist bzw. wer erreicht werden sollte.

Aber auch die Leitungsmethoden sind ein wesentlicher Aspekt und hat enorme Auswirkungen in unserer komplexen Gesellschaft bezüglich seiner nachhaltigen Wirksamkeit.

Die Rolle eines Leitenden Pfarrers wird sich nochmal mehr verändern: In einer Teamkultur und in „Gemeindeleitung am Kirchturm“ hat er auf Zukunft hin gesehen eher eine delegierende und begleitenden Funktion. An vielen Stellen üben wir ja bereits die Praxis der partizipierenden Leitung.

Mit unseren Leitsätzen wird die Pfarrei St. Marien als Kirchengemeinde unter der Leitung von Pfarreirat, Kirchenvorstand und Seelsorgeteam einen guten Weg gehen können.

Der sehr sperrige Begriff des „Kulturwandels“ will ausdrücken, dass es (nach wie vor – so meine Meinung) um eine Kultur der Beziehung geht, in denen wir gemeinsam als Kirche an den Wegen, Herausforderungen und Differenzen in unseren Gemeinden arbeiten. Damit wir gemeinsame Wege und Wegabschnitte des Lebens und Glaubens gehen können.

Frank Ingendae

17.09.2018, Offenes Seelsorgegespräch mit Weihbischof Lohmann und Herrn Render, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge - Personal

Herongen. Nachdem Margret Herzog die über 50 Anwesenden begrüßt und Bruno Bloemen alle mit einem kurzen Impuls in eine ruhige Stimmung gebracht hatte, leitete Willi Strumpen das Gespräch mit unseren Gästen ein, wobei er Herrn Render bat, den Gemeindemitgliedern zu erklären, wie das Bistum Münster vorgeht, um eine vakante Stelle für einen leitenden Pfarrer besetzen zu können. Nachdem Herr Render kurz darauf einging, dass das Bistum sich in der schlechten Lage befindet, dass mehr vakante Stellen als Bewerber zur Verfügung stehen, eröffnete er uns jedoch völlig überraschend, dass es einen möglichen Interessenten für unsere freie Stelle des Leitenden Pfarrers gäbe. Diesem wurde unsere Pfarrgemeinde genannt, die einen neuen Pfarrer sucht und er hat sich darüber Gedanken gemacht und sich über uns informiert, mit dem Ergebnis, dass er es sich vorstellen kann, unsere freie Stelle anzunehmen. Im Oktober wird ein Gespräch mit Dechant Keller und unseren Gremien stattfinden, in dem man sich gegenseitig kennenlernt und nachdem beide Parteien äußern sollen, ob sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Wenn dann beide Seiten zustimmen, wird als nächstes überlegt, wann der Neuanfang starten kann.

Falls es nicht passen sollte, wird erst dann weiter nach einem anderen Kandidaten gesucht.

Wenn wir uns einig werden – mit diesem oder auch später mit einem anderen Kandidaten -, sichert uns Herr Render zu, dass unser neuer leitender Pfarrer länger bleiben wird und auch Zusammenlegungen von Pfarrgemeinden nach den Plänen von Bischof Genn während seiner Amtszeit nicht angedacht sind, was auch nicht zielführend wäre.

Des Weiteren wurde uns auch zugesichert, dass uns unser Pastoralreferent Frank Ingendae erhalten bleibt. Ihm und den anderen Seelsorgern dankte Weihbischof Lohmann für die viele zusätzliche Arbeit und unsere Gremien bat er, weiter so gut mitzuarbeiten und alle Menschen im Blick zu halten.

 

Diese Information hat uns alle sehr überrascht, so dass wir erst einmal unsere Vorgehensweise an diesem Abend in eine neue Richtung lenken mussten. Unsere Gäste aus Münster beschrieben unsere vergangene Situation noch einmal und hoben hervor, dass die Situation im ganzen Bistum schlecht und in vielen anderen Bistümern noch schlechter ist. Unser Verhalten im Januar 2018 dem Bistum gegenüber wurde noch einmal als verständlich und richtig dargestellt. Lohmann möchte weiterhin zuhören und Kritik annehmen können und wir sollen uns auf die Gespräche mit dem Interessenten weiterhin so gut vorbereiten.

 

Nach diesen guten Neuigkeiten schloss sich noch eine Diskussion über die allgemeine Situation in Institution Kirche an, nach der sich Weihbischof Lohmann für die guten Gespräche bedankte und Herrn Keller als unseren Pfarrverwalter zum 21.09.2018 entpflichtete. Pater Joseph wurde zum 22.09.2018 als neuer Pfarrverwalter bestellt, der bereit ist, in Zusammenarbeit mit Frank Ingendae diese Aufgabe wahrzunehmen, bis wir einen neuen leitenden Pfarrer haben, was ja vielleicht nicht mehr so lange dauern wird.

 

Nachdem sich Herr Keller für die gute Zusammenarbeit mit unserer Pfarrgemeinde bedankte, verabschiedete Margret Herzog alle Gäste und sprach auch ihren Dank aus.

 

Für den Pfarreirat

Claudia Burg

Seit Monaten hat Pastoralreferent Frank Ingendae deutlich mehr Verantwortung. Seitdem Robert Winschuh, Leitender Pfarrer in St. Marien Wachtendonk,...

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